Der Bund will die Besitzer von Kamin- und
Kachelöfen zum Einbau von Rußfiltern verpflichten
und damit den Feinstaub-Ausstoß verringern.
Die Vorschrift solle auch für sogenannte Pellet-Heizungen
gelten, teilte das Umweltministerium mit.
Es bestätigte damit einen Bericht der "Lübecker Nachrichten".
Das Kabinett könnte im Januar über die dazu
erforderliche Änderung der
Bundesimmissionsschutzverordnung entscheiden.
Ein Ministeriumssprecher sagte: "Kaminöfen sind Dreckschleudern. Sie erleben derzeit aber einen Boom, weil sie in Baumärkten recht günstig angeboten werden. Da muss man ran." Bundesweit gibt es nach Angaben des Ministeriums mehr als 15 Millionen mit Holz befeuerte Öfen und Heizungsanlagen. Sie verpesten die Luft stärker als alle Dieselfahrzeuge zusammen: Im Jahr 2005 waren es 24.000 Tonnen Rauchstaub.
Die Zeitung gab die Kosten der Nachrüstung mit rund 1.200 Euro an. Das Ministerium traf dazu keine Aussage, wies aber darauf hin, dass neue Kaminöfen, die den künftigen Schadstoff-Grenzwerten entsprechen, zwischen 500 und 700 Euro kosteten.
