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Möglichkeiten und Entwicklung der ‚Geojetting’ Technologie

20.10.2008 | Rubrik: Aktuell

Schrägbohrungen sind möglich

Das Besondere an Geojetting ist, das Bohren und Verrohren erfolgt in einem Arbeitsgang. Die bis über 1000 bar druckfesten Bohrrohre dienen als Druckwasserleitung und gleichzeitig als Hilfsverrohrung. Selbst bei einer sehr flachen Schrägbohrung schließen sie das Nachfallen aus. Nach dem Bohrvorgang wird die Bohrspitze durch das Bohgestänge hindurch geborgen. Anschließend erfolgt der Einbau des Erdwärmeübertragers in dem nun als Schutz Verrohrung dienenden Bohrstrang. Durch das parallele Entfernen des Bohrstrang. Durch das parallele Entfernen des Bohrstrangs während des Verpressens werden die Sondenrohre exakt zentriert. „Geojetting“ bietet aber noch mehr: Durch einen schwenkbaren Bohrarm (und das gleichzeitige Bohren und Verrohren) sind auch Schrägbohrungen möglich. Zudem ergibt sich eine höhere Flexibilität bei der Gestaltung des Erdwärmeübertragers, da sich auch mehrere sternförmige Bohrungen aus verschiedenen Winkeln ausführen lassen („Geostar“), ohne das Bohrgerät umsetzen zu müssen. Interessant ist dies z.B. mit Blick auf kleine Grundstücke mit angelegtem Garten im Gebäudebestand. Im Idealfall können sogar von der Garageneinfahrt des Grundstücks aus die erforderlichen Tiefenbohrungen erfolgen.

Leistungsspektrum aus einer Hand

Die Vermarktung und Umsetzung übernimmt erfolgt über die Vaillant Geosystem GmbH, die zusammen mit der Vaillant und der Geojetting GbR arbeitet. Neben dem innovativen Bohrverfahren steuert das Unternehmen auch das Know-how und das bauklimatische Engineering zum Geothermischen Heizen und Kühlen bei. Das reicht von der thermischen Gebäudesimulation über die Bemessung der Erdwärmeanlage bis hin zur Durchführung der Bohrung oder auch dem Einsatz des eigenen Kompaktkollektors. Die Inbetriebnahme und die Wartung der Gesamtanlage erfolgt in Kooperation mit dem Fachhandwerk und dem Vaillant Werkskundendienst. Somit ist das Leistungsspektrum künftig komplett aus einer Hand zu beziehen.


Jährlich jeweils 100 Bohrungen

Können interessierte Fachhandwerker die Geojetting- Bohrungen nun direkt bei Vaillant Geosystem bestellen? Durch eine volle Auslastung können nicht alle Aufträge angenommen werden. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die direkte Beauftragung durch das Fachhandwerk möglich sein. Abhängig von der Bohrtiefe und somit vom Objekt und der lokalen Geologie dauert eine Bohrung übrigens ein bis drei Tage. Mit einem System seien laut Vaillant theoretisch knapp 100 Bohrungen pro Jahr möglich. Im diesem Jahr gibt es zwei Bohrgeräte geben und für 2009 sind zwei weitere geplant. Bei anhaltendem Erfolg der Technologie sollen bis zum Jahr 2012 Bohrgeräte „im zweistelligen Bereich“ angeschafft werden.

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