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Gewährleistungen und Garantie

03.11.2008 | Rubrik: Aktuell

Im Allgemeinen kann man sagen, mit der gesetzlich verankerten Gewährleistung sind Sie auf der sicheren Seite, eine Garantie hingegen ist ein freiwilliges Versprechen, dessen Leistungsumfang oft eingeschränkt ist. Nicht selten verpuffen die Garantieversprechen in Anbetracht der Einschränkungen und Ausschlüsse. Anders bei der Gewährleistung: Zwei Jahre sind Verkäufer bei Mängeln an einem Produkt in der Verantwortung. Die Gewährleistung ist gesetzlich vorgeschrieben und gibt dem Käufer echte Verlässlichkeit. Davon profitieren auch Fachhandwerke und Installateure: Sie können die Sicherheit, die eine Gewährleistung bietet, an ihre Käufer weitergeben und sich darauf verlassen, dass der Hersteller, bei dem sie das Produkt gekauft haben, für Mängel einsteht.


Gewährleistung bietet Verlässlichkeit

Der Gesetzgeber hat genau geregelt, as eine Gewährleistung umfasst. Die Verjährungsfrist für Mängelansprüche wie die Gewährleistung juristisch bezeichnet wird, ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) festgeschrieben. Durch sie bekommt der Kunde Gewissheit, dass die Ware alle vom Verkäufer versprochenen Eigenschaften und Funktionen hat. Eine besondere Absicherung hat der Gesetzgeber gegen allzu vollmundige Werbeversprechen eingeführt: Die Ware hat auch dann einen Mangel, wenn sie die Werbeaussage des Verkäufers nicht erfüllt.

Rechte des Kunden

Tritt ein Mangel auf, hat der Kunde mehrere Möglichkeiten. Er kann eine Nachbesserung des defekten Produkts oder neue Ware verlangen. Auch kann er vom Kaufvertrag zurücktreten, den Preis mindern oder Schadenersatz fordern. Doch was ist, wenn der Verkäufer abstreitet, dass ein Mangel vorliegt? Was durch Verschleiß oder Verbrauch nicht mehr funktioniert, fällt nämlich nicht unter die Gewährleistung. Ebenso Defekte, die entstehen, wenn beispielsweise ein Gerät nicht fachmännisch installiert wurde. In solchen Fällen muss der Käufer die Reparatur übernehmen. Ein echter Mangel muss vor dem Verkauf entstanden sein, selbst wenn er sich erst Wochen, Monate oder Jahre danach zeigt. Erkennbar ist er meist daran, dass er durch Fehler bei der Konstruktion, der Herstellung oder im Material begründet ist. In den ersten sechs Monaten wird bei einem Defekt meist angenommen, dass ein Gewährleistungsfall vorliegt. Diese kundenfreundliche Regelung hat der Gesetzgeber eingeführt, weil unterstellt wird, dass zu diesem frühen Zeitpunkt die Ware schon beim Verkauf defekt war. Nach dem ersten halben Jahr muss dann der Käufer nachweisen, dass die Ware schon bei der Übergabe einen Mangel aufwies. Oft ist das natürlich schwierig und der Käufer ist auf die Kulanz des Händlers angewiesen. Schlimmstenfalls muss er im Streitfall eine Sacherständigen zurate ziehen.


Die Firma „Grundfos“ erweitert Gewährleistung

Der Pumpenhersteller „Grundfos“ geht jetzt sogar über den gesetzlichen Rahmen hinaus: Für die Pumpen der Energieeffizienzklasse A wird die die Funktionstüchtigkeit aller Pumpenteile für fünf Jahre ab Herstellung gewährleistet. Aufgrund der Haftungsübernahmeerklärung mit dem Zentralverband Sanitär, Heizung, Klima-/Gebäude- und Energietechnik Deutschland, dem Initiator der Handwerkermarke, kann in Ausnahmefällen die Frist gegenüber SHK- Innungsbetrieben länger sein, maximal zehn Jahre ab Installation beim Kunden des Innungsbetriebes. „Die Partner im Fachhandwerk können sich damit noch besser auf unsere Leistungen verlassen und Grundfos- Pumpen unbesorgt bei ihren Kunden einbauen“ so Brechmann, Geschäftsführer der Firma Grundfos.


Garantie ist ein freiwilliges Versprechen

Das Wichtigste: Die Gewährleistung von Grundfos bezieht sich auf das Wesentliche einer Pumpe, ihre Funktionstüchtigkeit. Bei Garantien muss das nicht unbedingt der Fall sein. Sie sind freiwillige Versprechen und ihr Leistungsumfang ist nicht gesetzlich geregelt. Auf keinen Fall ersetzen sie die Gewährleistung, sondern ergänzen diese höchstens. Der Garantiegeber verpflichtet sich, über einen von ihm festgelegten Zeitraum für Fehler geradezustehen. Dabei definiert er selbst, für welche Fehler und Teile des Produkts die Garantie gilt. Beispielweise kann der Verkäufer bestimmte Komponenten im Inneren einer Pumpe und deren Elektronik ausschließen. Auch können die Kosten für Austausch und Reparatur der Produkte ausgeschlossen sein.