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Pelletkessel als Alternative

05.12.2008 | Rubrik: Aktuell

Ob Holz als CO2 neutraler Brennstoff der zu Pellets gepresst wird eine wirkliche Alternative zu den fossilen Energiequellen ist, wird in diesem Artikel geklärt. Holzpellets sind die energiereichste Form von Holz als Brennstoff. Qualitätspellets besitzen folgende Eigenschaften: Ohne chemische Zusatzstoffe gepresste Holzpellets haben nach DIN und Norm mit 6 bzw. 8 Durchmesser und 30mm Länge eine noch höhere Energiedichte als andere biogene Festbrennstoffe, nämlich 5kWh/kg. 1 Tonne Holzpellets ersetzt 500 Liter Heizöl und benötigt 1,5m³ Lagervolumen bei einer Dichte von 650kg/m³ und max. 7% Feuchtegehalt. Für die Herstellung von Pellets werden nur 2,7% der Endenergie benötigt. Pellets sind 3 Jahre lagerfähig. Als Aschegehalt rentieren max. 0,3%. Die Asche gilt als vorzüglicher Gartendünger im Kreislauf der Natur. Moderne Holzfeuerungsanlagen emittieren 90% weniger Feinstaub als technisch uralte Kaminfeuer. Ein moderner 15kW Pelletkessel als Zentralheizung für ein Einfamilienhaus setzt pro Jahr nur ca. 1,1kg Feinstaub frei. Pelletheizungen machen weniger als 0,05% der gesamten Feinstaubbelastung in Deutschland aus. Feinstaub aus Dieselmotoren kann lungengängig sein, aus Holzpellets dagegen nicht. Feinstaub aus vollständiger Holzverbrennung besteht hauptsächlich aus Salzen und ist um den Faktor 5 bis 10 weniger zelltoxisch als Dieselrusspartikel. Die Hauptargumente für den Einbau von Pelletkesseln lauten. Langfristig gesicherte Brennstoffversorgung, da in Deutschland selber jährlich mehr Holz zuwächst als eingeschlagen und genutzt wird. Pellets sind ein nachwachsender, weitgehend CO2 – neutraler Energieträger. Unabhängig von fossilen Brennstoffen kann hiermit eine ganzjährige Wärmeversorgung gesichert werden.

Die Herstellungskapazitäten für Pellets sind in Deutschland deutlich größer als der inländische Bedarf. Die große Zahl konkurrierender Pelletanbieter und die freie Wahl des Lieferanten, der Menge und des Zeitpunktes bringen Kostenvorteile für den Betreiber. Die Kombination mit Solaranlagen kann den jährlichen Pelletverbrauch noch weiter senken. Pelletpreise sind nicht wie Öl oder Gas miteinander verkoppelt. Beachtliche öffentliche Fördermittel können für die Installation moderner Pelletkessel in Neubauten und bei Modernisierung beantragt werden. Die Pellet- Produktionskapazitäten sind in Deutschland zwischen 2000 und 2008 von 11.700 auf 2,3Mio Tonnen gewachsen. Die Marktanteile für Pelletkessel nach Leistungsgruppen geordnet betragen für Kessel bis 15kW ca. 40%, Kessel mit einer Leistung von 15 bis 25kW 33% und 25 bis 100kW 19%, der Rest entfällt auf noch größere Anlagen. Die Nachfrage nach Pelletkesseln ist stark abhängig von Art und Umfang der staatlichen Förderung für den Einbau solcher Anlagen. Die Voraussetzungen für Fördermittel zu Pelletkesseln lauten: Kesselwirkungsgrad min 89%, staubförmige Emissionen max. 50mg/m³, Kohlenmonoxyd (CO2) max. 250g/m³. Für den Einbau von Pelletkesseln als „Biomasse- Verfeuerungsanlagen“ kann innerhalb von sechs Monaten nach Inbetriebnahme der Antrag auf öffentliche Förderung gestellt werden. Automatisch beschickte, mit Leistungs- und Feuerungsregelung sowie automatischer Zündung ausgestattete Anlagen mit Nennwärmeleistungen von 5 bis 100kW können wie folgt öffentliche Förderbeiträge erhalten: Pelletöfen 1000€, Pelletkessel 200€, Pelletkessel mit neuem Pufferspeicher ab 30l/kW 2500€. Luftgeführte Pelletöfen sind erst ab 9kW förderfähig. Besonders innovative und effiziente Biomasse- Anlagen können zusätzlich nur obigen Basisförderung mit einem Bonus bezuschusst werden, der noch einmal die Hälfte, also insgesamt das 1,5 fache der Basisförderung, ausmachen kann.