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Heizöl mit 20% Bio erfüllt Neubau- Vorschrift

04.02.2009 | Rubrik: Aktuell

Das baden- württembergische Erneuerbare- Wärme- Gesetz schreibt seit April 2008 für Neubauten eine mindestens 20% Deckung des jährlichen Wärmebedarfs durch regenerative Energien vor. Es überlässt dabei dem Bauherrn die Wahl, welchen erneuerbaren Energieträger einsetzten möchten. Mit einem Brennwertgerät mit Bioheizöl ist es ohne Zusatzkosten möglich, dabei wird mit der ausschließlichen Verwendung von schwefelarmen Heizöl Bio 20 das Landesgesetz voll erfüllt. Zudem erlaubte diese Lösung den Verzicht auf eine Solaranlage zugunsten einer größeren Gestaltungsfreiheit an der nach Süden ausgerichteten Rückfront des Gebäudes. So konnte mithilfe mehrerer Dachgauben zusätzlicher Wohnraum in der Dachspitze gewonnen werden. Für Solarkollektoren fehlt bei dieser Konstellation der Platz. Dank effizienter Öl- Brennwerttechnik und solider Wärmedämmung unterschreitet das konventionell erreichte Doppelhaus die Anforderungen der EnEV 2007 in allen Disziplinen.

Der Primärenergiebedarf beträgt 82,9kWh/m²a und liegt da mit um 20% unter dem Maximalwert von 104kWh/m²a. Der spezifische Transmissionswärmeverlust des Gebäudes unterbietet mit 0,38W/m²K ebenfalls deutlich den zulässigen EnEV Höchstwert von 0,55W/m²K. Das Bodenstehende, über LAS raumluftunabhängig arbeitende 15kW Brennwertgerät ist vom Hersteller ausdrücklich für die Verwendung von Heizöl mit Bioanteilen bis zu 20% freigegeben. Es wurde innerhalb der thermischen Gebäudehülle im teilweise beheizten Kellergeschoss aufgestellt. Mit einer Dämmung aus 10cm starkem extrudierten Polystyrol- Schaumstoff erreichen die Beton- Kellerwände einen relativ günstigen U-Wert von 0,315W/m²K.