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Mit der EnEV und das EEWärmeG zusammen für den Klimaschutz

14.04.2009 | Rubrik: Aktuell

Die Steigerung der Energieeffizienz ist keine Frage der Theorie, sondern der Praxis. Das weiß auch die Bundesregierung, und hat reagiert. Aktuell mit einer Überarbeitung des EnEG, der EnEV durch den Bundesrat sowie den Beschluss des neuen EEWärmeG durch den Bundestag. Allen ist gemein: Ihre Intention gilt dem Klimaschutz, der Schonung fossiler Ressourcen und er zunehmenden Unabhängigkeit von Energieimporten, um eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen und die Weiterentwicklung von Technologien zur Wärmeerzeugung aus der Umwelt zu fördern. Es treten dabei zahlreicher Verschärfungen in Kraft, die eine haustechnische Planung eines Gebäudes anspruchsvoller machen und die das Fachhandwerk vor neue Herausforderung stellt.

EnEV 2009 – Was soll sich ändern?

Um die formulierten Ziele zu erreichen, ist geplant, die EnEV unter anderem in folgen Punkten zu ändern: Die energetischen Anforderungen an den Jahres-Primärenergiebedarf und die Wärmedämmung von Außenbauteilen werden um jeweils rund 30% erhöht. Einführung des Referenzgebäudeverfahrenes für Wohngebäude. Der maximale zulässige Primärenergiebedarfskennwert wird über das Gebäude individuell anhand eines Referenzgebäudes mit gleicher Geometrie, Ausrichtung und Nutzfläche unter der Annahme standardisierter Bauteile und Anlagentechnik ermittelt. Der bisherige Nachweis in Abhängigkeit vom A7A- Verhältnis entfällt. Die Bilanzierungsmethoden der DIN V 18599 soll, in vereinfachter Version auch für Wohngebäude gelten rweiterung einzelner Nachrüstpflichten: Oberste Geschossdecken müssen unter bestimmten Vorraussetzungen gedämmt werden. Nachtstromspeicherheizungen, die älter als 30 Jahre alt sind, sollen in größeren Gebäuden langfristig und stufenweise außer Betrieb genommen werden. Die Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz werden um etwa 30% verschärft, indem die maximale zulässige Sonneneintragskennwerte entsprechend reduziert werden. Bei der Ermittlung des Primärenergiegrenzwertes über das Referenzgebäude darf bei Wohngebäuden kein Beitrag mehr aus der Kühlung berücksichtigt werden. Es wird eine Mindesteffizienz für Wärmeerzeuger wie Öl- oder Gas- Brennwertkessel festgeschrieben, da es für die Berechnung des Primärenergiebedarfs nun auch für die Haustechnik Referenzausführungen gibt. In den bewohnbaren Referenzgebäuden wird so von einer Wärmeversorgung über Brennwertkessel und thermischer Brauchwasser- Solaranlage ausgegangen


EEWärmeG verpflichtet zu „Regenerativen“

Zudem ist seit dem 1.Januar in Deutschland für alle Bauherren das EEWärmeG bindend, welches gleichzeitig auch TGA- Planer wie Fachhandwerker fordert. Ziel dieses Gesetzes ist es, den deutschen Wärmeverbrauch bis zum Jahr 2020 zu 14%, das ist doppelt so viel wie heute, aus Erneuerbaren Energien zu gewinnen. Und zwar vornehmlich aus Sonnenenergie, Erd-, Umweltwärme und Biomasse. Wird dieses Ziel erreicht, können laut Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit über 86mill Tonnen CO2 eingespart werden.