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Fachgerechte Heizungsbefüllung

30.04.2009 | Rubrik: Aktuell

Damit Heizungsanlagen problemlos und lange ihren Dienst versehen können, müssen sie mit aufbereitetem Wasser befüllt werden. Da die Kesselhersteller expliziert auf die Wasserqualität hinweisen, besteht bei Nichteinhaltung ein erhöhtes Gewährleistungsrisiko. Wer das korrekte Befüllen der Heizungsanlage unterlässt, setzt sich einem Gewährleistungsrisiko aus. In der Praxis findet die Heizwasseraufbereitung nach VDI 2035 noch wenig Anwendung. Dabei fordern die Hersteller von Heizgeräten zunehmend eine Füllwasserqualität entsprechend dieser VDI- Richtlinie. Zielt ist die Vermeidung von Steinbildung und wasserseitig verursachten Korrosionsschäden. Die Heizwasseraufbereitung umfasst die Maßnahmen Enthärtung, Entsalzung und pH- Stabilisierung. Ohne Investition in stationär installierte Wassertechnik lässt sich die geforderte Füllwasserqualität mithilfe einer Einwegbefüllpatrone erreichen, wie sie beispielsweise Taconova und Perma- Trade anbieten. Korrosion und Kalk im SHK- Handwerk bislang nur ein Thema für den Sanitär- Fachkollegen. In der Heizungsanlage zirkuliert stets derselbe Wasserinhalt, so dass davon nach gängiger Meinung keine Beeinträchtigungen zu erwarten sein sollten.

Kalkausfällung, kann höchstens in der Menge erfolgen, wie Kalk in der Wassermenge des Anlagenvolumens gelöst ist. Korrosion, der im Wasser gebundene Sauerstoff verabschiedet sich spätestens beim Entlüften und andere Wasserparameter spielen in Heizungsanlagen keine Rolle. Die Schadensfälle an Heizungsanlagen zeigen jedoch andere Bilder. Von Kalkablagerungen in Wärmetauschern über Muldenkorrosion und Lochfraß in der Leitungsanlage bis hin zu Regelarmaturen und Thermostatventilen, die infolge abgelagerter Korrosionsprodukte und Kalkschichten ihren Dienst versagen.

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