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Übersicht Warmwasser- Wärme- Übergabesysteme Teil 1

18.05.2009 | Rubrik: Aktuell

Mit der heutigen Heiztechnik müssen wir nicht nur in der Lage sein, den Raum einfach nur zu erwärmen und eine gute thermische Behaglichkeit zu erzeugen, sondern auch zusätzliche individuelle Anforderungen in puncto Energieeinsparung, Design, einfache Bedienbarkeit und Nutzerverhalten abzudecken. Doch diese Individualität erzeugt auch eine schier unübersichtliche Vielfalt an Wärmeerzeugern und Wärmeübergabesystemen. Um hier den Überblick zu behalten und gleichzeitig dem Nutzer ein individuell auf ihn abgestimmtes Heizungssystem bieten zu können, ist es wichtig, am Beginn einer jeden Planung eine Analyse der baulichen Gegebenheiten, eine Bedarfsanalyse des Nutzers und die spezifischen Eigenschaften des Heizsystems zu berücksichtigen.

Flächenheizungen

Bei Flächenheizungen handelt es sich um integrierte Strahlungsheizungen. Hierbei werden Kunststoff- oder Kupferrohre in die Bodenkonstruktion (Fußbodenheizung) oder in die Wand (Wandheizung) integriert und sind damit für den Nutzer quasi unsichtbar. Durch die großen Übertragungsflächen sind nur geringe Übertemperaturen der Heizfläche zur Erzielung der gewünschten Raumlufttemperatur notwendig. Über die gleichmäßige Temperatur der Raumschließungsflächen wird ein hohes Maß an Behaglichkeit generiert. Die von den Nutzern effektiv als behaglich empfundene Raumlufttemperatur liegt somit in der Regel um 1 bis 2°C unter der von anderen Heizungssystemen. Durch die geringen notwendigen Systemvorlauftemperaturen zwischen 30 und 50°C eignen sich Flächenheizungen sehr gut für Wärmepumpensysteme. Da die Wärmeübertragung fast komplett durch Wärmestrahlung geschieht, werden die Raumluftschichten kaum umgewälzt und es entstehen somit auch kaum Staubverwirbelungen.


Radiatoren

Als Radiatoren bezeichnet man die so genannten Gliederheizkörper. Hierbei werden einzelne Heizkörperglieder werkseitig oder auf er Baustelle durch Nippel mit Rechts- und Linsgewinde zu der gewünschten Heizkörperanlage zusammen geschraubt. Es gibt sie mit Aluminium-, Stahl- oder Gussprofilen. Ferner werden heute häufig Röhrenradiatoren eingesetzt, bei denen die Glieder aus einzelnen, untereinander verbundenen Stahlrohren bestehen. Der Strahlungsanteil von Radiatoren beträgt je nach Typ und Ausführung zwischen 20% und 40%. Der Rest der Wärme wird dem Raum durch Konvektion zugeführt. Radiatoren werden üblicherweise, wie andere Heizkörper auch, im Fensterbereich installiert. Heutzutage liegen die Systemvorlauftemperaturen zwischen 55 und 75°C. Bei älteren Heizungsanlagen kann sie auch schon mal 90°C betragen. Da die Leistung der Radiatoren im direkten Verhältnis zur Größe und zu den Systemtemperaturen steht, müssen sie bei geringen Systemtemperaturen entsprechend größer ausgelegt werden. Somit sind Radiatoren für die Deckung hoher Heizleistungen bei gleichzeitig geringen Vorlauftemperaturen nur bedingt einsetzbar.

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