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Der Flopp der Bio- Öl Technologie

16.06.2009 | Rubrik: Aktuell | 0 Kommentare | 0 TrackBacks

Der Preis der synthetischen Brennstoffe animiert weder Verbraucher noch Hersteller zu Investitionen. Heizölseitig bedeutet das Jahr 2008 nach Statistik des BDH, des deutschen Verbands der Heizungsindustrie Verbandes der Heizungsindustrie, die Wende in der Nachfrage nach den Verfahren: Den 60.000 verkauften Öl- Brennwert- Einheiten stehen ca. 50.000 Heizwert- Einheiten gegenüber. Das Brennwertprinzip dominiert mittlerweile also auch hier. Das Verfahren scheint sanierungstauglich zu sein, sowohl Heizöl- als auch Gas bezogen. Ganz besonders in Bezug auf die klassische Ölfeuerung könnte man meinen, die beheizt vornehmlich den älteren Bestand und der sei wegen seiner Hochtemperatur- Radiatoren nicht unbedingt brennwertfreundlich. Aber laut der IWO- Erhebungen entschieden sich nur 8% der Neubau- Bauherren in 2008 für eine Ölheizung. Bei rund 200.000 Wohnungen in deutschen Ein- bis Mehrfamilienhäusern leiten sich daraus lediglich 10.000 oder 12.000 Ölzentralheizungen ab, die in neue Häuser gingen, Also schlucke der Bestand die restlichen 100.000, im Minimum folglich 50.000 Öl- Brennwertkessel oder 80% dieses Sortiments.

Im Moment liegt das Problem dabei das der Bio- Öl- Preis von 50 bis 100% teurer als Heizöl EL ist und somit wird absolut jedes Interesse an diesen Produkt, sowohl verbraucherseitig als auch herstellerseitig zerschlagen. Im Prinzip eignen sich beinahe alle pflanzlichen und tierischen Fette zur Aufbereitung zu Bio- ÖL. Freilich zeigen sie je nach Ausgangsprodukt unterschiedliche Eigenschaften, von denen insbesondere die Kältestabilität beziehungsweise die Viskosität eine Rolle spielt. Die Öle einiger Blumen und Pflanzen koagulieren ab einer bestimmten unteren Temperatur, verbacken oder verklumpen also, verlieren mithin ihre liquide Konsistenz. Nun werden die Kesselbauer selbst die beste Sorte nicht ungeprüft empfehlen. Im Test ist zunächst die Langzeitstabilität festzustellen, nämlich die Neigung zur Verklumpung oder zur Entmischung, wie auch die Schmierfähigkeit in Hinblick auf die Ölpumpe. Das hat etwas mit langkettigen und kurzkettigen Molekülen zu tun. Oder anders ausgedrückt: Mit jener molekularen Struktur im Rohstoff, mit der sich die Fischer- Tropsch- Synthese leicht täte, tut sich der Brenner schwer und mit jener molekularen Struktur im Rohstoff, mit der sich der Brenner leicht täte, tut sich das Fischer- Tropsch- Verfahren schwer.

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