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Offene Geschäftsmodell Fragen zum BHKW von VW und LichtBlick

09.02.2010 | Rubrik: Aktuell | 0 Kommentare | 0 TrackBacks

Bei dem BHKW der Firma VW und LichtBlick das noch in der frühen Anfangsphase steckt, existiert dennoch heute schon ein Geschäftsmodell. Das wiederum genauso viele Fragen offen lässt wie die technische Seite des BHKW. Andere Anbieter und Hersteller verkaufen den Strom zu Spitzenpreisen an Dritte, nämlich genau dann, wenn an der Strombörse die Tarife einen Höchststand erreichen. Nur zu diesem Zeitpunkt starten via Fernwirktechnik der Stromversorger die Maschinen in den Heizungskellern. Das soll sich rentieren. Normalweise bewegt sich der Strompreis bei 80 oder 100€ je MWh, zu bestimmten Zeiten eskaliert er aber auf über 1000€. Diese Peaks macht sich das Geschäftsmodell zu Nutze. Jetzt drückt LichtBlick auf den Knopf und biete den Strom statt für 1000€ je MWh für 700 oder 800€ an. Nach den Stromlieferanten treten an etwa 1700 Stunden im Jahr solche Engpässe auf, nicht in voller Höhe, aber doch mit ausreichender Marge zur Refinanzierung. LichtBlick spricht von einer notwendigen Laufzeit des BHKW zwischen 1500 und 3000h. Damit operiert man mit einem ganz anderen Ansatz als die herkömmliche BHKW-Planung. Die geht von mindestens 5000 oder 6000h aus. Erst oberhalb 5000h kassieren ohnehin die Betreiber die volle Unterstützung nach KWK-Gesetz und Marktanreizprogramm.

Wer sich aber für VW entscheidet tritt allerdings, da ja nur Contracting-Nehmer, all diese Forderungen an seinen Vertragspartner ab. Nun beschränken sich die 1700h nicht auf die Wintermonate. Die Verknappung tritt auch im Sommer auf. Wohin dann mit der Wärme? Darauf hat der Versorger eine einfache Antwort. In einen großen Pufferspeicher im Heizungskeller des Kunden wird dann die Wärme gespeichert. Über die Größe des Puffers macht man aber besser keine Angaben. Nicht nur das irritiert. Schon der Hinweis auf den Puffer alleine weckt Zweifel am wärmetechnischen Know-how der Partner. Ein Puffer ist nichts anderes als ein Zwischenlager. Das darf kurzfristig gefüllt werden, dann muss es aber Platz für den Nachschub schaffen. Ein Puffer ist kein Verbraucher.

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