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Energieeffizienzsteigerung durch Heizungsmodernisierung

26.02.2010 | Rubrik: Aktuell | 0 Kommentare | 0 TrackBacks

Rund 25 Mio.l der insgesamt 38 Mio. Wohneinheiten in Deutschland verbrauchen zu viel Energie. Diese Wohnungen werden von rund 17 Mio. Heizungsanlagen beheizt, von denen gerade mal 12% dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Weit über 2 Mio. Heizkessel sind Oldtimer mit einem Energieverbrauch, der um 30% über dem eines modernen Brennwertkessels liegt. Bei steigenden Energiepreisen kommt zu Recht die Frage auf, wie der Heizungsbetreiber der Kostenfalle möglichst günstig entgehen kann. Infrage kommen Maßnahmen zur Verbesserung der energetischen Qualität der Gebädue sowie die Modernisierung der Anlagentechnik. Als besonders kostengünstig erweisen sich die Investitionen in die Verbresserung der Anlagentechnik. SO ließ der Bundesindustrieverband Deutschland, Haus-, Energie- und Unmwelttechnik e.V., BDH, über eine Studie sogenannte Energieeinsparraten und Minderungskosten verschiedener Sanierungsmaßnahmen in Altgebäuden ermitteln. Basis für die Betrachtungen waren ein unsaniertes frei stehendes Einfamilienhaus, errichte vor 1970, sowie ein Einfamilien- Reihenmitelhaus, errichtet in den Achtzigerjahren. Beide Gebäude sind repräsentativ für über 80% des Gebäudebestandes in Deutschland. In beiden Häusern ist ein alter Standardheizkessel installiert, mit einem Nutzungsgrad von unter 70%.

Über den Austausch des Standardheizkessels durch einen modernen Öl- oder Gas- Brennwertkessel werden rund 25-30% an Energie eingespart. Die Armortisation, also die Zeit in der sich die Investition bezahlt macht, liegt je nach Energiepreisen bei 5 bis 7 Jahren. Wird ein Brennwertkessel mit einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung oder gar zur Heizungsunterstützung kombiniert, werden zusätzlich 6-20% an Energie eingespart. Für die Modernisierung eignen sich ebenfalls Wärmepumpen und moderne Holzzentralheizkessel. Weitere positive Impulse ergeben sich durch Förderpogramme des Bundes, die die Steigerung der Energieeffizienz durch Direktzuschüsse im Rahmes des Marktanreizprogramms oder durch zinsgünstige Darlehnsprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau fördern. Wird eine Heizungsmodernisierung durchgeführt, sollten die weiteren Anlagenkomponenten wie Regelungstechnik, Pumpen und Heizkörper ebenfalls erneuert werden, denn die Effizienz der Anlage kann hierdurch noch weiter erhöht werden. Der zweite Investitionsfall ist die Volldämmung der Ausgangshäuser auf das Niveau eines Neubaus nach Energieeinsparverordnung, EnEV. Soll über die Dämmung ebenfalls 25-30% an Energie eingespart werden, wie im Fall des anlagentechnischen Beispiels, so sind Investitionskosten erforderlich, die beim 2,5 fachen der Investition in die anlagentechnische Modernisierung liegen. Technisch machabar ist die Kombination aufwendiger Dämmmaßnahmen und Erneuerungen der Fenster in Verbindung mit einer anlagentechnsichen Modernisierung und dem Einsatz erneuerbarer Energien. In solchen Fällen kann der Energieverbrauch der Häuser um über 70% abgesenkt werden, sodass man Neubauniveau nach der EnEV erreichen kann. Allerdings schlagen solche Investitionen bei unserem Ausgangsfall mit über 45000€ zu Buche. Die Amortisationszeit liegt dann bei mindestens 18 bis 20 Jahren. In der Regel zwingen knappe finanzielle Ressourcen dazu, die energetische Modernisierung des Gebäudes in zwei Schritten vorzunehmen.
1.Investition in die anlagentechnische Erneuerung
2.Maßnahmen an der Gebäudehülle

Bei knappen Finanzen entscheidet in der Regel das Kosten-Nutzen-Verhältnis. Allerdings sollteb bei der Reihenfolge der Maßnhamen physiklaische Zusammenhänge beachtet werden. So sinkt der Wirkungsgrad eines alten Heizkessel nach einer Maßnahme in die Verringerung des Wärmebedarfs über Dämmung. Die Absenkung des Nutzungsgrades kommt durch überproportional steigende Stillstandsverluste des Kessels zustande. Wird aber in einem ersten Schritt der Standardheizkessel durch einen modernen modulierend arbeitenden Brennwertkessel mit sehr geringen Stilstandsverlusten und hohem Wirkungsgrad ersetzt, kommt es sofort zu einer Absenkung des Energieverbrauchs von bis zu 30%, auch wenn die Maßnahmen an der Gebäudehülle zunächst zurück gestellt wird.

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