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Pellets zur Energiegewinnung vom Acker

22.03.2010 | Rubrik: Aktuell | 0 Kommentare | 0 TrackBacks

Mit dem österreichischen Energieholzpotenzial könnten nach Angaben der Firma KWB Biomasseheizungen bis zu 200% des derzeitigen Inlandsverbrauchs der Alpenrepublik an Pellets produziert werden. Aus 20cm langen Steckhölzern, die im März ausgepflanzt werden, können schon nach 2 Jahren 7-10m hohe Energiewälder entstehen. Zugleich könnten die schnell wachsenden Weiden und Pappeln für die heimischen Bauern eine neue Einkommensquelle auf extensiven Flächen schaffen und auch dem Landschaftsschutzgesetz zugute kommen. Für die so genannten Kurzumtriebhölzer kommen landwirtschaftlich extensive Flächen, Hanglagen und Bracheflächen in Frage. Zusätzlich werden beim Anbau schnellwüchsiger Hölzer keine besonderen Bedingungen an die Bodenbeschaffenheit vorausgesetzt. Weitere Beispiele für mögliche Anbauflächen wären ehemalige Schotterabbau oder Bergbaugebiete, Bahn sowie Straßenböschungen. Vor allem die vielen Steilflächen, die durch ackerbauliche Maßnahmen besonders der Erosion ausgesetzt sind. In Österreich steht aufgrund der gebirgigen Lage ein nahezu unbegrenztes Flächenpotenzial zur Verfügung. Energieholz stellt damit keine Flächenkonkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion dar. Für Landwirte erschließt sich so eine mögliche weitere Einkommensquelle.

Durch den niedrigen Rindenanteil der Kurzumtriebshölzer können hochwertige Pellets ohne Qualitätseinbußen hergestellt werden. Die Erzeugung kann regional zum Beispiel auch durch Landwirte erfolgen. Eine Chance vor allem für die in ihre Existenz gefährdete, klein strukturierte österreichische Landwirtschaft. Durch den Anbau von Energieholz für die Produktion von Pellets könnte sich aber nicht nur das Angebot weiter erhöhen. Auch der Markt für Endkunden würde sich weiter stabilisieren. Energieholz leistet einen wertvollen ökologischen Beitrag, die Nutzung über 30 Jahre bewirkt einen kontinuierlichen Humusaufbau, Energiewälder sind ein echtes Vogelparadies und sie bieten eine ideales Rückzugsgebiet für zahlreiche Wildtiere. Die dauerhafte Flächenbedeckung verringert zudem die Erosionsgefahr. Auch Trockenheit macht den Pflanzen kaum etwas aus, da sie mit ihren Wurzeln Tiefen bis zu 4m erreichen. Damit sich alternative Brennstoffe aus der Landwirtschaft durchsetzen können, sind die Verbrennungseigenschaften der Rohstoffe entscheidend. Schnell wachsende Weiden und Pappeln haben den Vorteil, dass sie forstlicher Biomasse nahezu ähnlich sind und daher in bestehenden Technologien problemlos eingesetzt werden können. Entscheidend sind ein niedriger Aschegehalt und ein geringer Anteil an Problemstoffen, wie Chlor und Stickstoff. Voraussetzung, die bei Energieholz gegeben sind, und somit die Korrosion der Heizkessel ausschließen.

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