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Gefahren der Pelletlager

20.05.2010 | Rubrik: Aktuell | 0 Kommentare | 0 TrackBacks

Der TÜV Rheinland warnt vor Gefährdungen durch Pelletlager. In ihnen kann eine hohe Konzentration von Kohlenmonoxid entstehen. Unabhängig vom Heizungstyp ist das Betreten von Räumen, in denen Energieträger lagern, immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Das kommt auf der einen Seite durch die enge räumliche Nähe zur Heizung und den dort entstehenden Brandgasen. Auf der anderen Seite erfordert der direkte Umgang mit dem Energieträger eine bestimmte Vorsicht. Das gilt auch für große Pelletlager. Dort kann es, wie auch unter absolut dichten Verhältnissen, zu einer erhöhten Konzentration an Kohlenstoffmonoxid durch natürliche Ausgasung kommen, wahrscheinlich wegen einer durch den Pressvorgang hervorgerufenen Oxidation der holzeigenen Fettsäuren. Es müssen deshalb die gleichen Sicherheitsregeln gelten wie bei anderen Brennstofflagern. Auch Öllager oder Gastanks eignen sich nicht zum Aufenthalt. In Remscheid kam es Anfang 2010 zu einem tödlichen Unfall auf einem großen Pelletlager. Diesen Vorfall hat der TÜV Rheinland untersucht und dabei gab es einige Faktoren die nicht zusammenpassen.

Man darf nach einem solchen Unfall nicht zur Tagesordnung übergehen, selbst wenn Gasunfälle mit Kohlenmonoxid oder Explosionen bei fossilen Heizungen regelmäßig vorkommen und das Betriebsrisiko wesentlich höher als bei einer Pelletheizung ist. Die Branche ist gefordert, entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu schaffen, um das Risiko zu minimieren. Das bedeutet neben dem Einsatz aktiver Schutzvorrichtungen vor allem, dass solche Räume nur in einem notwendigen Bedarfsfall zu betreten sind. In abgeschwächter Form gelten sie auch für das kleine Lager, aber das ist keine Neuigkeit. Es wird klar empfohlen die herausgegebenen Vorsichtsmaßnahmen vom DEPV im Umgang mit Pelletheizungen einzuhalten. Pelletlagerräume sind nicht zum Aufenthalt gedacht und sind erst nach vorheriger Belüftung zu betreten. Das Abschalten der Heizung vor der Lagerbefüllung gehört zu den grundlegenden Vorsichtsmaßnahmen die jeder Pelletheizbetreiber einhalten sollte. Trotz all dieser möglichen Gefahrquellen gab es bisher bei den 120.000 Pelletheizungen keinen nennenswerten Vorfall. Sie sollten sich beim Kauf der Heizung am besten für ein vorgefertigtes industrielles Lager entscheiden. Renommierte Heizungshersteller bieten solche Brennstoffspeicher gemeinsam mit der Feuerung an. Wer sein Lager selbst bauen möchte, sollte bedenken dass die Qualität der Pellets bei solch einer Konstruktion leiden kann. Selbst wenn nur Kleinigkeiten bei der Konstruktion falsch umgesetzt werden so kann dies fatale folgend haben. Beim Eigenbau sollte man sich unbedingt an die DEPV-Anleitungen zur Lagerraumgestaltung halten.

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