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Rohölreserven auf Rekord-Niveau

31.05.2010 | Rubrik: Aktuell | 0 Kommentare | 0 TrackBacks

Bereits zum zehnten Mal in Folge sind binnen Jahresfrist die weltweit sicher bestätigen Rohölreserven gestiegen. Nach vorläufigen Angaben der Mineralölwirtschaft lagen sie Ende 2009 bereits bei 184 Milliarden Tonnen und sind somit höher wie niemals zuvor. Zu beachten ist aber, das die gesamten global bekannten Erdölvorräte ein Vielfaches mehr betragen. Grund hierfür ist das hinzukommen von Ressourcen der derzeit mehr als 400 Mrd. Tonnen die nicht genutzt werden können. Ressourcen sind geologisch bekannte, aber noch nicht durch Bohrung bestätige Reserven sowie unkonventionelle Ölvorkommen in Ölsanden und Ölschiefer, die mit vorhandener Technik noch nicht wirtschaftlich gewonnen werden können. Als Reserven bewertet werden Vorkommen, die durch Bohrungen bestätigt und mit heutiger Technik wirtschaftlich förderbar sind. Die BGR führt sogar Insgesamt 212 Mrd. Tonnen als Reserven aus, davon 52 Mrd. Tonnen als nicht konventionelles Erdöl. Die höheren Reserven resultieren aus der Bewertung einiger Schwerstölvorkommen, vor allem in Venezuela. Während die BGR diese bereits zu den Reserven zählt, werden sie bei der internationalen Mineralölwirtschaft noch unter den Ressourcen geführt. Als Ressourcen weist die BGR insgesamt 400 Mrd. Tonnen, und davon 91 Mrd. konventionelles Öl aus.

Der weltweite Verbrauch lag im Jahr 2009 bei 3,83Mrd Tonnen und war somit im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Denn im Jahr 2008 hatten wir noch einen Verbrauch von 3,95Mrd Tonnen. Auf Basis der gesicherten Vorräte und des gegenwärtigen Verbrauchs liegt die statische Ölreichweite somit bei 48 beziehungsweise 55 Jahren. Doch dieser Wert darf nicht mit einer klassischen Tankreichweite verwechselt werden. Er gibt nämlich jeweils nur eine Momentaufnahme wieder. Für zuverlässige Prognosen ist die statische Ölreichweite vollkommen ungeeignet, wie ein Blick in die Vergangenheit veranschaulicht. 1940 zum Beispiel lag die Ölreichweite bei Reserven von 6Mrd Tonnen bei 21 Jahren. Nach Ablauf dieses Zeitraums hätte es also kein Öl mehr geben dürfen. Das Gegenteil war der Fall. Denn bereits 1960 hatten sich die Erdölreserven auf 42Mrd Tonnen erhöht. Somit ergab sich damals eine statische Reichweite von 38 Jahren. Doch auch hier nach Ablauf der Frist gab es im Jahr 2000 mit 140Mrd. mehr Rohöl als jemals zuvor.

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