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Erdgasförderung in der Nordsee gestoppt

12.07.2010 | Rubrik: Aktuell

Ein neues Gas-Leck hat in der Nordsee die Förderung von Norwegen am 29.06.2010 gestoppt. Nach einem Zwischenfall auf hoher See lösten die Norweger umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen aus. Unter einer Bohrplattform vor der Küste des Landes tritt Erdgas aus. Die Ursache blieb Langezeit unklar. Die Produktion wurde daraufhin unterbrochen und in London der Gaspreis angezogen. Norwegen hat die Förderung von Erdgas aus seinem größten Feld in der Nordsee wegen eines Lecks eingestellt. Wie der staatliche Ölkonzern Statoil mitteilte, ruht die Gasproduktion auf drei Bohrinseln und musste auf zwei weiteren eingeschränkt werden. Die Ursache für das Gasleck werde untersucht, hieß es. Wann die Produktion wieder aufgenommen werden könne blieb unklar. Das "Troll"-Feld gilt als wichtiger Lieferant für Europa. Das Vorkommen liegt rund 65 Kilometer vor der Küste auf der Höhe der norwegischen Stadt Bergen. Nach Angaben von Statoil vermuten Experten dort rund 40 Prozent der bislang bekannten Gasreserven im Bereich des norwegischen Kontinentalschelfs. Statoil betreibt hier auch die "Sea Troll", eine der größten schwimmenden Bohrplattformen der Welt.

In Folge des Produktionsausfalls kletterte in Großbritannien der Spot-Preis für Gas zeitweise um zwölf Prozent. Bereits Ende Mai 2010 hatten Probleme mit dem schwankenden Druck auf einer anderen Bohrinsel in der Nordsee Statoil zu schaffen gemacht. Die Firma arbeite weiter an einer "Normalisierung" der Lage. Wechselnder Druck einer Ölquelle kann im schlimmsten Fall zu Gas- oder Öllecks führen, die dann explodieren können. Dies war auch bei der BP-Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko der Fall, wo bei einer Explosion am 20. April elf Arbeiter ums Leben gekommen waren. Seitdem strömt dort Öl ins Meer.