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Wie viele Kollektoren benötige ich?

16.07.2010 | Rubrik: Aktuell

Bevor man mit der Installation einer Solaranlage überhaupt beginnt, sollte man sich sicher sein wie viel Dachfläche zur Verfügung steht und vor allem auch zu prüfen ob die Ausrichtung und die Größe der vorhandenen Dachfläche überhaupt für den Einbau einer Solaranlage ausreichend sind. Derzeit stehen zwei unterschiedliche Kollektortypen für den Einbau in die thermische Solaranlage zur Verfügung. Der Flachkollektor hat weniger Leistung ist dafür aber auch deutlich preiswerter. Die Flachkollektoren haben den Nachteil, dass sie grundsätzlich eine geneigte Dachfläche für die Aufstellung benötigen oder aber über entsprechende Unterkonstruktionen installiert werden müssen. Beim Einsatz von Flachkollektoren für die Warmwassererzeugung, kann man als Faustwert eine Fläche von 1,5 m² pro Person ausgehen. Ein 4 Personenhaushalt würde somit eine Kollektorfläche von 6 m² benötigen. Röhrenkollektoren besitzen einen größeren Wirkungsgrad und lassen sich eigentlich überall installieren. Selbst vor die Fassade gehängte Röhrenkollektoren sind möglich. Die Röhren sind einzeln austauschbar, so dass Schäden schnell behoben werden können. Durch den höheren Wirkungsgrad reicht bei Röhrenkollektoren eine Fläche von 1 m² pro Person für die Warmwassererzeugung aus.

Bei einem 4 Personen Haushalt sind somit 4 m² erforderlich. In einer solchen Solaranlage sollte ein 300 Liter Warmwasserspeicher installiert werden, der auch als Solarspeicher dient und so vor allem in der Übergangszeit die Effizienz der Solaranlage deutlich erhöht. Bei optimaler hydraulischer Auslegung und gut ausgerichteten Sonnenkollektoren lassen sich bis zu 60% der, für die Warmwassererzeugung, benötigten Wärmeenergie sparen. Wer seine Solaranlage auch für die Wärmeerzeugung der Raumwärme in der Heizung einsetzen will, muss schon ein wenig mehr investieren. Als Faustformel kann man annehmen bei 150 m² beheizter Wohnfläche sind 10 m² Röhrenkollektoren und 14 m² Flachkollektoren erforderlich. Diese Annahme setzt aber voraus, dass die Solaranlage wirklich auch optimiert ausgelegt und montiert worden ist. Oft ist die Auffassung zu finden, ich habe ja ein freies Dach, also drauf mit der Solaranlage und sparen. Gerade Solaranlagen die zur Heizungsunterstützung eingesetzt werden, sollten mit entsprechenden Rechenprogrammen hinsichtlich ihrer Effizienz durchgerechnet werden, das kann nur ein Fachmann. Ist die Solaranlage gut ausgelegt, kann man in Kombination mit moderner Kesseltechnologie bis zu 40% der Energiekosten für die Heizung sparen.

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