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Die Umwandlung von Atommüllendlagern in ein Wärmepumpenkraftwerk

18.10.2010 | Rubrik: Aktuell | 1 Kommentare | 0 TrackBacks

Im wesentlichen ist uns allen klar das wir mit der Weiterbetreibung von Atomkraftwerken auf längere Sicht unserer Umwelt unvorhersehbaren Schaden anrichten werden. Bis die Auslagerung des Atommülls aus ihren Endlagern möglich ist, werden tausende von Jahren vergehen. Bis dahin wird sich Unmengen an Radioaktiven Material in zahlreichen ehemals Kohlekraftwerken befinden. Warum sollte man also nicht bereits heute darüber nachdenken ob man diese alten Stollen und Gruben nicht besser nutzen kann, als für ein Haufen Müll. Daher sollte man vielleicht darüber nachdenken ob nicht eine sogenannte Wärmepumpe hier seinen langfristigen Einsatz finden könnte. Mit einer Erd-Wärmepumpe kann bereits eine konstante Energie aus einer 100m Tiefenbohrung gewonnen werden. Warum also auch nicht gleich an Stelle eines alten Kohlekraftwerks ein Wärmepumpenkraftwerk errichten, die Bohrungen sind so bereits vorhanden und es müssen nur noch die nötigen Leitungen verlegt werden. Eine weitere Überlegung stellt auch der Einsatz bei Salz-Bergwerken dar, denn hier sind die Gruben meist schon mehre hundert Meter tief und es herrscht dementsprechend eine hohe Wärme. Mit einem solchen Einsatz würde nicht nur die Endlager einer vielversprechenden und vor allem Umweltbewussten Energieerzeugung weichen, sondern es würden auf Dauer gesehen auch niedrige Energiekosten entstehen.

Da selbst auf Privatgrundstücken bereits eine Erd-Wärmepumpe installiert werden kann, stellt diese Technik keine Neuheit dar. Im Normalfall können Tiefensonden auf fast allen Grundstücken eingesetzt werden, insbesondere bei wenig zur Verfügung stehendem Platz. Solche Bohrungen reichen bis zu 100m in die Erde und liefern der Wärmepumpe eine konstante Energie aus dem Erdreich. Beim Einsatz im Privatbereich ist bereits eine Tiefe von 20m schon ausreichend, denn hier herrscht eine konstante Temperatur von 10°C. Diese Temperatur reicht aus um die nötige Energie zum Heizen oder auch Kühlen zur Verfügung zustellen. Die genaue benötigte Sondenlänge errechnet sich aus der Wärmeleistung des Erdreichs. Dabei gibt es Schwankungen zwischen 20 und 80W Entzugsleistung pro Tiefenmeter. So könnte im Zusammenspiel mit einigen anderen Erneuerbaren-Energie Kraftwerken eine Umweltfreundliche und vor allem Unabhängige Energiequellen entstehen. Zwar benötigt eine Wärmepumpe selbst Strom, allerdings geht man generell von einer 4fachen Energiegewinnung einer Wärmepumpe aus.

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Bisherige Kommentare (1)

| Werner Marquardt schreibt am 21.10.10 08:43:

Wenn ich erst ca. 3 bis 4 Wärmeeinheiten Energie einsetzen muß um 1 Wärmeeinheit Strom zu bekommen, um dann ca. 4 Wärmeeinheiten aus der Erde zum Hausheizen einzusetzen, dann frage ich mich als Laie wo ist hier der Sinn für Energieeinsparung?
Dann kann ich doch das Öl, Gas oder einen sonstigen Energieträger gleich die Wärme für das Haus erzeugen lassen!

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