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Abgasanlage mit Abgasleitung

Eine Abgasanlage ist eine Einrichtung zur Abführung von Abgasen aus Feuerstätten, die mit Öl oder Gas befeuert werden. Eine Abgasleitung kann z.B. ein im Schornstein eingezogenes Rohr aus Edelstahl, Keramik oder Kunststoff sein.

Abgasklappe

Die Abgasklappe ist eine Einrichtung im Abgasweg eines Heizkessels oder einer Therme zur Reduzierung der Auskühlungsverluste im Stillstand. Sie wird vor dem Start des Brenners geöffnet, um den Abgasweg freizugeben.

Abgasmessung

Eine Abgasmessung ist bei bestimmten Heizkesseln nach der Kleinfeuerungsanlagenverordnung vorgeschrieben. Sie darf nur mit eignungsgeprüften Messgeräten vom Schornsteinfeger durchgeführt werden, die regelmäßig geeicht werden müssen.

Abgasprotokoll

Ein Abgasprotokoll erhält nach der BundesImissionsschutzverordnung jeder Betreiber einer Heizungsanlage in bestimmten Abständen von seinem Bezirksschornsteinfegermeister, sofern der Heizkessel messpflichtig ist.

Abgastemperatur

Die Abgastemperatur ist die Temperatur der heißen Verbrennungsgase (Abgase). Sie ist abhängig vom Brennstoff sowie von der Art der Verbrennung und des Wärmerzeugers. Um eine hohe Energieausnutzung zu erzielen, sollte die Abgastemperatur so niedrig wie möglich sein.

Abgasverlust

Mit dem Abgasverlust ist die Wärmemenge gemeint, die mit den warmen Abgasen ungenutzt aus dem Wärmeerzeuger entweicht. Der Abgasverlust tritt daher nur auf, wenn der Brenner arbeitet. Der maximal zulässige Abgasverlust ist in der Kleinfeuerungsanlagenverordnung festgelegt. Er wird vom Schornsteinfeger ermittelt und im Abgasprotokoll vermerkt.

Abluftventilator

Der Abluftventilator saugt Abluft über die Abluftventile aus einem Raum bzw. der Wohnung. Es sollte ein leistungs- und geräuscharmer Ventilator sein, der bedarfsabhängig arbeitet.

Absorber

Der Absorber ist ein Bauelement, das Umgebungswärme und Strahlung aufnehmen und an einen Wärmeträger weitergiben kann. Ein Absorber ist auch das Herzstück des Solarkollektors zur Warmwassergewinnung.

Absorber ist ein speziell beschichtetes Blech unter der Glasscheibe eines Sonnenkollektors und nimmt somit Sonnenenergie auf und wandelt sie in Wärme um.

Absorberfläche

Die Absorberfläche ist die Nettofläche eines Kollektors, der die Solarstrahlung aufnimmt und in Wärme umwandelt und an die Solarflüssigkeit weiterleitet.

Absorption

Absorption stammt von dem lateinischen Wort absorbere und bedeutet in sich aufnehmen oder verschlingen.

Absorptionsgrad

Der Absorptionsgrad gibt den Anteil der in Wärme umgewandelten, insgesamt auftreffenden Solarstrahlung an.

Absorptionswärmepumpe

Die Absorptionswärmepumpe ist eine Anlage zur Wärmeerzeugung. Sie besitzt einen thermischen Verdichter im Gegensatz Kompressionswärmepumpe (mechanischer Verdichter). Anstelle der Verdampfungswärme wird die Absorptionswärme eines Gases ausgenutzt. Die Absorptionswärmepumpe arbeitet mit einem Gemisch aus einem Kältemittel und einem Lösungsmittel. Bei geringem Druck wird das gasförmige Kältemittel wegen der Wärmezufuhr im Absorber durch das Lösungsmittel aufgenommen. Das Gemisch wird durch eine Pumpe auf einen höheren Druck gebracht, wobei das Kältemittel aus dem Lösungsmittel unter Wärmezufuhr ausgetrieben wird und anschließend kondensiert. Bei der Kondensation wird nutzbare Wärme freigesetzt.

Abstrahlungsverlust

Der Abstrahlungsverlust entsteht bei Wärmeerzeugern (Heizkessel, Therme) durch Abstrahlung warmer Oberflächen in den Aufstellraum. Der Abstrahlungsverlust reduziert sich mit sinkender Kesselwassertemperatur und verbesserter Wärmedämmung des Kessels, aber auch durch geringe Stillstandszeiten, eine sorgfältige Dimensionierung des Kessels sowie durch Leistungsmodulation.

Abwärme

Abwärme entsteht bei der Umwandlung von Energie und es ist ratsam sie zu nutzen und zurückzugewinnen um so den Wirkungsgrad zu verbessern.
Man könnte auch sagen Abwärme ist der bei der Kraft- oder Wärmeerzeugung anfallende Anteil an Wärmeenergie, der ungenutzt in die Umwelt entweicht. Durch Nutzung von Abwärme zu Heizzwecken kann ein wesentlicher Beitrag zu einer rationellen Energieversorgung geleistet werden.

Alkalische Brennstoffzelle

Die alkalische Brennstoffzelle kann nur mit sehr reinen Brenngasen betrieben werden und wird im Niedertemperaturbereich zwischen 60° und 90° betrieben. Als Elektrolyt dient eine alkalische Lauge. Die alkalische Brennstoffzelle wird seit 2003 angewendet und wegen der hohen Anforderungen an die Gasreinheit nur in der Raumfahrt, Militärtechnik eingesetzt.

Amorphe Solarzelle

Materialsparend auf Glas oder Edelstahlfolie aufgedampftes Dünnfilm-Solarmodul aus
nichtkristallinem (amorphen) Material, z. B. Silizium.

Aufsparrendämmung

Die Aufsparrendämmung ist eine Wärmedämmung der Ebene oberhalb der Dachsparren, die den Vorteil hat in einer lückenlosen, geschlossenen Dämmschicht zu bestehen. Nachteilig ist die meist konstruktiv bedingte geringere Dämmschichthöhe. Die Herstellung der Luftdichtheit stellt hohe Anführungen an die Ausführung.

Ausdehnungsgefäß

Das Ausdehnungsgefäß ist eine Einrichtung zur Aufnahme des zunehmenden Wasservolumens, welches durch die Wassererwärmung in einer Heizungsanlage oder Solaranlage entsteht. Einst wurden offene Ausdehnungsgefäße mit Luftverbindung
eingesetzt, die höher angebracht sein mußten als der höchstgelegene Heizkörper. Heute wird das geschlossene Membranausdehnungsgefäß mit einer Füllung aus Stickstoff angewandt. Ebenso wie in Heizungsanlagen müssen Ausdehnungsgefäße in Solaranlagen so bemessen sein, dass das zusätzlich entstehende Volumen vom Ausdehnungsgefäß aufgenommen werden kann.

Auslegungstemperatur

Die Auslegungstemperatur ist die maximal notwendige Temperatur des Heizungswassers bei tiefster Wintertemperatur, um durch die Heizungsanlage das Gebäude mit der erforderlichen Wärme zu versorgen. Die Heizkörperleistung jedes einzelnen Raumes wird für diesem Fall bestimmt.

Außentemperaturfühler

Der Außentemperaturfühler ist ein Messfühler für die Außentemperatur in Heizungsregelungen. Diese Funktion übernimmt meist ein temperaturabhängiger elektrischer Widerstand, dessen momentaner Widerstand die Außentemperatur wiederspiegelt. Die so ermittelte Außentemperatur dient als Maß für die erforderliche Heizwassertemperatur (Vorlauftemperatur). Bei Anlagen mit Niedertemperatur- oder Brennwertkesseln ist diese meist mit der Kesselwassertemperatur identisch. Bei Anlagen mit Heizungsmischer dient die ermittelte Außentemperatur als Führungsgröße zur Mischung der Heizwassertemperatur.

Außenwandheizgerät

Außenwandheizgerät sind Einzelraumheizgeräte, die nur für gasförmige Brennstoffe eingesetzt werden können. Sie werden meist unter einem Fenster angebracht. Die Verbrennung erfolgt nach dem atmosphärischen Prinzip raumluftunabhängig, was bedeutet, dass die Verbrennungsluft von außen durch einen Ansaugkanal in die Brennkammer befördert wird und die heißen Abgase durch einen anderen Kanal die Brennkammer nach draußen verlassen. Die Wärmeverteilung erfolgt rasch und verlustfrei.

atmosphärische Verbrennung

Jede Verbrennung von Öl, Gas, Holz oder Kohlen benötigt den Sauerstoff der Luft . Bei der so genannten atmosphärischen Verbrennung wird die erforderliche Verbrennungsluft durch Sogwirkung, die durch den Schornsteinzug entsteht, zur Flamme geführt. Diese Art der Heranführung von Verbrennungsluft wird im atmosphärischen Brenner für Gas-Kessel und Gas-Thermen massenhaft genutzt.

außentemperaturgeführte Regelung

Die außentemperaturgeführte Regelung ist eine automatische Heizungsregelung, bei der die Temperatur des Heizungswassers in Abhängigkeit von der Temperatur der Außenluft geregelt wird. Die Regelungsart beruht darauf, dass bei absinkender Außenlufttemperatur die zur Beheizung erforderliche Wärmezufuhr ansteigt und umgekehrt wird.

äquivalente Luftschichtdicke

Die ä. L. (auch sd-Wert) sagt aus, wie dick eine Luftschicht wäre, wenn sie dem Wasserdampf den gleichen Dampfdiffusionswiderstand entgegen setzen würde, wie die betrachtete Baustoffschicht. Die ä. L. ergibt sich aus der Dampfdiffusionswiderstandszahl µ (dimensionslos) des Baustoffes, multipliziert mit der Schichtdicke des Baustoffes in m (Meter). Die Rechenwerte findet man in der DIN 4108. Je größer der sd-Wert ist, um so weniger Wasserdampf dringt in die Bauteilschicht, desto langsamer ist aber auch die Entfeuchtungsgeschwindigkeit.

äquivalenter Wärmedurchgangs-Koeffizient

Der ä. W. berücksichtigt im Gegensatz zum U-Wert auch die solaren Wärmegewinne, die in der Heizperiode infolge direkter oder diffuser Solarstrahlung durch Verglasungen ins Gebäude gelangen.