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BImSchVo

BImSchVo ist die Abkürzung für Bundesimmissionsschutzverordnung. Sie enthält ein umfangreiches Regelwerk, u.a. über die zulässigen Immissionen bei Verbrennungsprozessen. Von besonderem Interesse ist darin die Kleinfeuerungsanlagenverordnung.

BTL

Biomass to Liquid (Biomasse zu Flüssigkeit) bezeichnet Kraftstoffe, die aus Biomasse synthetisiert werden.

Behaglichkeit

Die Behaglichkeit ist ein sehr wichtiges Planungskriterium. Für die empfundene Behaglichkeit sind mehrere Faktoren, wie z. B. die Oberflächentemperatur der Raumumschließungsflächen, die Lufttemperatur und die Luftfeuchtigkeit ausschlaggebend.

Beipass

Der Beipass ist eine Sicherheitseinrichtung in Heizungsanlagen, die ein Vorbei- oder Durchfließen von Heizungswasser, z. B. auch bei geschlossenen Ventilen, sichert. In Einrohrheizungen wird der Beipass durch ein Rohr zwischen dem Zwei-Wege-Thermostatventil und dem Rücklauf realisiert. Ohne diese so genannte Kurzschlussstrecke würde beim Absperren des Ventils der Durchfluss im Heizkreis unterbrochen und der folgende Heizkörper kalt bleiben.

Betriebsbereitschaftsverlust

Der Betriebsbereitschaftsverlust ist der Wärmeverlust eines Wärmeerzeugers (z. B. Heizkessel, Therme) oder eines Speichers durch Abkühlung während der Stillstandszeiten, also wenn der Brenner nicht arbeitet, der Kessel bzw. das Speicherwasser aber warm ("in Bereitschaft") ist. Die bei Kesseln auftretenden Betriebsbereitschaftsverlust setzen sich zusammen aus dem Abstrahlungsverlust und dem inneren Auskühlverlust. . Die Betriebsbereitschaftsverlust verringern sich bei optimal dimensionierten Wärmeerzeugern durch gleitende Betriebsweise, durch Leistungsmodulation, sehr gute Wärmedämmung des Kessels und durch eine raumluftunabhängige Betriebsweise mit einem Luft-Abgas-System.

Betriebskosten

Die Betriebskosten sind die Kosten, z. B. für eine Zentralheizung, die neben den Verbrauchskosten und den Kapitalkosten entstehen. Sie werden daher auch betriebsgebundene Kosten genannt. Zu den B. gehören die Aufwendungen für Bedienung, Überwachung (z. B. Schornsteinfegergebühren), Pflege, Reinigung, Wartung sowie für eventuell notwendige Versicherungen.

Bimetall

Bei einem B. handelt es sich um einen Verbund zweier verschiedener Metalle unterschiedlicher Längenausdehnung. Bei Temperaturänderung ergibt sich eine Krümmung. B. werden für einfache Thermoschalter (z.B. Anlegethermostat) eingesetzt.

Biodiesel

Biodiesel wird hergestellt durch Veresterung von Rapsöl und nutzt insofern einen nachwachsenden Rohstoff. Die Umweltbilanz ist allerdings umstritten. Die Vorteile liegen in der biologischen Abbaubarkeit, geringeren Rußemissionen und einer neutralen CO2-Bilanz. Die Nachteile bestehen in höheren Emissionen von Stoffen, die zum fotochemischen Smog beitragen. In Deutschland könnten bei optimalem Anbau (Fruchtfolge) etwa 5 % des Dieselkraftstoffverbrauchs ersetzt werden.

Biomasse

Die B. ist die durch Pflanzen und Tiere gebildete organische Masse. Sie kann wegen des hohen Gehaltes an Kohlenwasserstoffen zur Energiegewinnung eingesetzt werden, z. B. durch Verbrennung von Holz, Stroh, Getreide, Gras, Laub, den Ölen aus Nutzpflanzen (Raps, Sonnenblumen) oder durch die Gewinnung von Biogas (Methanbildung) aus Klärschlamm, organischem Müll, Gülle etc.

Blockheizkraftwerk

Ein Blockheizkraftwerk, kurz BHKW, bestehen aus einem Verbrennungsmotor (wie im Auto), der einen Generator (Dynamo) zur Stromerzeugung treibt. Beim Betrieb des BHKW entstehen also immer Wärme (zu Heizzwecken) und Strom gleichzeitig.

Blower-Door-Methode

Die Blower-Door-Methode ist eine standardisierte Methode zur Überprüfung der Ausführungsqualität der Luftdichtheit eines Gebäudes. Das Gebäude wird zu diesem Zweck u.a. mit einem bestimmten Luftüberdruck "aufgepumpt". Anschließend wird untersucht, wie viel Luft in einer bestimmten Zeit wieder wegströmt. Mit Hilfe der Blower-Door-Methode kann meist auch ein sehr hoher Verbrauch in ältern Häusern auf mangelhafte Dichtheit zurückgeführt werden.

Brauchwasserladepumpe

Die Brauchwasserladepumpe pumpt Heizungswasser vom Heizkessel durch den Wärmetauscher eines Warm- bzw. Brauchwasserspeichers. Sie wird zugeschaltet, wenn die voreingestellte Temperatur im Warmwasserspeicher unterschritten und somit Wärmebedarf signalisiert wird. Eine andere Möglichkeit besteht darin, ein so genanntes Zwei-Wege-Ventil einzusetzen. Dadurch kann die Heizungsumwälzpumpe bei Bedarf die Funktion der Brauchwasserladepumpe mitübernehmen. In dieser Zeit wird jedoch keine Heizwärme mehr in die Heizkörper transportiert, weshalb bei großem Warmwasserbedarf in Mehrfamilienhäusern die Lösung mit Ventil nicht geeignet ist.

Brennstoffbedarf

Der Brennstoffbedarf ist der jährliche Bedarf eines Brennstoffes zur Beheizung (und zur Warmwasserbereitung) eines Hauses.

Brennstoffkosten

Die Brennstoffkosten sind die jährlich anfallenden Kosten für den Kauf von Brennstoffen , wie Gas, Öl, Kohlen, Holz, Strom oder Fernwärme.

Brennstoffzelle

In einer Brennstoffzelle wird chemisch gebundene Energie direkt in elektrische Energie umgewandelt. Die Brennstoffzelle besteht - ähnlich wie eine Batterie - aus zwei Elektroden, die durch einen Elektrolyten räumlich voneinander getrennt sind. Wasserstoff wird der Anode und Sauerstoff der Kathode zum Zwecke einer kontrollierten Reaktion zugeführt. Bei der Reaktion der beiden Gase entsteht zwischen Anode und Kathode eine nutzbare elektrische Spannung sowie Wärme, die ebenfalls genutzt werden kann. Das Reaktionsprodukt ist reines Wasser. Das an der Reaktion beteiligte Brenngas Wasserstoff kommt in der Natur nur in gebundener Form vor (z.B. im Erdgas) und muss daher erst aufbereitet werden. Wasserstoff und Sauerstoff könnten auch durch Elektrolyse aus Wasser gewonnen werden. Der dazu erforderliche Strom kann aus Solarzellen stammen.

Brennstoffzellen-Heizgerät

Ein Brennstoffzellen-Heizgerät wird in der Regel so ausgelegt, dass es lediglich die Grundlast der Strom- und Wärmeversorgung deckt. Nur so kann optimale Effizienz erreicht werden. Für die Wärmespitze muss daher das B. durch ein konventionelles Zusatzheizgerät ergänzt werden. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit vorhandene Wärmeerzeuger durch ein Brennstoffzellen-Heizgerät zu ergänzen. Inwieweit diese Lösungen wirtschaftlich werden, muss im Einzefall geprüft werden.

Brennwert

Der B. umfasst die gesamte abgegebene Wärmemenge die bei Verbrennung eines Brennstoffes frei wird. Diese freigesetzte Wärmemenge schließt die Verdampfungswärme des Wassers ein. Die Höhe der Verdampfungswärme ist brennstoffspezifisch und hängt von der Anzahl der chemisch gebundenen Wasserstoffatome ab. Nutzbar ist die im Wasserdampf versteckte Wärme nur mit einem Brennwertheizgerät. Bei fossilen Brennstoffen unterscheidet man zwischen dem Heizwert und dem Brennwert, der auch "oberer Heizwert" genannt wird. Da in der Heizungstechnik der Wirkungsgrad auf den Heizwert (unterer Heizwert) bezogen und dieser gleich 100 gesetzt wird, ist bei der Angabe des Wirkungsgrades von Brennwertheizgeräten ein Wirkungsgrad über 100 möglich.

Brennwertheizgerät

Ein Brennwertheizgerät ist ein Heizkessel bzw. eine Therme, das bzw. die in der Lage ist, die Verdampfungswärme durch Wärmerückgewinnung aus dem Abgas zusätzlich zu nutzen. Die Energieeinsparung gegenüber Niedertemperatur-Heizkesseln liegt bei 10 bis 15 .

Brennwertheizkessel

Der Brennwertheizkessel ist ein Heizkessel mit besonders hohem Wirkungsgrad, der für die Kondensation eines Großteils des in den Abgasen enthaltenen Wasserdampfes konstruiert ist.

Brennwerttechnik

Die Brennwerttechnik nutzt, im Vergleich zu herkömmlichen Kesseln, zusätzlich die im Abgas in Form von Wasserdampf enthaltene Energie. Dieser wird durch niedrige Rücklauftemperaturen im Kessel zum Kondensieren gebracht und so die Energie zurückgewonnen, die zum Verdampfen notwendig war.

Bundesimmissionsschutzverordnung

Die Bundesimmissionsschutzverordnung, kurz BImSchVo, regelt die maximal zulässigen Emissionen von Luftschadstoffen aus Prozessen aller Art. Teil der Verordnung ist die Kleinfeuerungsanlagenverordnung, die die Verbrennung von Brennstoffen, den maximal zulässigen Schadstoffausstoß und die Höhe des maximal zulässigen Abgasverlustes von Heizkesseln, Thermen u. a. Wärmeerzeugern regelt.

Butan

Butan (C4H10) ist ein Kohlenwasserstoff, dass aus vier Kohlenstoff- und zehn
Wasserstoffatomen besteht. Butan ist neben Propan ein Hauptbestandteil von Flüssiggas in Tanks und Flaschen.

Bypass

Der Bypass ist eine Sicherheitseinrichtung in Heizungsanlagen, die ein Vorbei- oder Durchfließen von Heizungswasser, z. B. auch bei geschlossenen Ventilen, sichert. In Einrohrheizungen wird der B. durch ein Rohr zwischen dem Zwei-Wege-Thermostatventil und dem Rücklauf realisiert. Ohne diese so genannte Kurzschlussstrecke würde beim Absperren des Ventils der Durchfluss im Heizkreis unterbrochen und der folgende Heizkörper bliebe kalt.

Bypass-Diode

Die Bypass-Diode ist eine zu einer Solarzelle parallel geschaltete Diode, die den Strom bei einer Abschattung an der beschatteten Zelle vorbeileitet, um Ertragseinbußen zu verringern (-20 ). Ohne B. steigen die Ertragsausfälle auf bis zu 90 . Die B. ist in modernen Solarzellen standard. Kurz gesagt Schützt die Solarzellen vor Schäden durch
den Hot-Spot-Effekt.

Bypass-Regelung

Die Bypass-Regelung ist eine Regelung einer thermischen Solaranlage die verhindern soll, dass im Rohr des Solarkreislaufes befindliches kaltes Wasser nach dem Zuschalten der Umwälzpumpe in den Wärmetauscher fließt und den Speicher abkühlt. Ventil und Temperaturfühler sind immer dann sinnvoll, wenn es sich um lange Rohrleitungen und starke Rohrdurchmesser handelt.

beheiztes Gebäudevolumen

Das beheiztes Gebäudevolumen im Sinne der Energieeinsparverordnung ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen. Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.

bivalent

Im bivalenten Betrieb von Heizungsanlagen können gleiche oder verschiedene Energieträger in zwei unterschiedlichen Wärmeerzeugern zum Einsatz kommen. Meist deckt ein Wärmeerzeuger die Wärmegrundlast, ein zweiter Wärmeerzeuger ergänzt die Wärmeproduktion in der Bedarfsspitze.