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DIN 4108

In dieser DIN finden sich die allgemein anerkannten Grundlagen zur Einhaltung der Mindestanforderungen an den baulichen Wärmeschutz.

DVGW-Prüfzeichen

Prüfzeichen des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e.V.

Dachheizzentrale

Bei einer Dachheizzentrale wird das Heizgerät (Kessel, Therme) nicht im Keller, sondern im ausgebauten und damit beheizten Dachgeschoss aufgestellt. Eine Dachheizzentrale kann an eine Abgasanlage mit Abgasleitung angeschlossen werden und reduziert so die Investitionskosten infolge Wegfall von Neubau oder Sanierung eines Schornsteines. Voraussetzung ist ein gebläseunterstütztes Heizgerät mit raumluftunabhängiger Betriebsweise, z. B. ein Brennwertgerät.

Dampfbremse

Die Dampfbremse kann durch eine spezielle Folie oder beschichtetes Papier gebildet werden. Sie hat in einer wärmegedämmten Konstruktion die Aufgabe, die Anzahl der in die Wärmedämmschicht durch Diffusion eindringenden Wasserdampfmoleküle zu begrenzen. Gleichzeitig hat sie den Luftaustausch von der warmen Seite (Wohnraum) zur kalten Seite zu unterbinden. Ziel ist bei beiden Aufgaben, eine Kondensation von Wasserdampf in der Bauteilschicht mit nachfolgenden Feuchteschäden zu verhindern. Die D. ist immer auf der warmen Seite einer wärmegedämmten Konstruktion (Raumseite) lückenlos und luftdicht zu verlegen. Die D. darf weder mit den Materialien für das Unterdach , noch mit einer so genannten Dampfsperre verwechselt werden.

Dampfdiffusionswiderstand

Der Dampfdiffusionswiderstand ist ein vom Material und der Schichtdicke abhängiger Widerstand, der dem Wasserdampf beim Durchtritt einer Bauteilschicht entgegen wirkt. Die Höhe des Dampfdiffusionswiderstand ergibt sich aus der Dampfdiffusionswiderstandszahl µ, multipliziert mit der Schichtdicke des Baustoffes. Der Wert entspricht der äquivalenten Luftschichtdicke. Baustoffe mit einem hohen D. führen zu einem langsameren Konzentrationsausgleich (Feuchteausgleich) und haben daher schlechtere Trocknungseigenschaften.

Dampfdiffusionswiderstandszahl µ

Die Dampfdiffusionswiderstandszahl ist ein dimensionsloser Materialkennwert von Bau- und Dämmstoffen. Sie gibt den Widerstand eines Baustoffes an, den dieser den wandernden (diffundierenden) Wasserdampfmolekülen im Verhältnis zu einer gleich starken Luftschicht entgegensetzt. Ein µ (sprich my) von 3 bedeutet, dass der Dampfdiffussionswiderstand 3 mal höher ist als der einer gleich starken Luftschicht.

Dampfsperre

Eine D. ist eine praktisch wasserdampfundurchlässige Schicht aus Kunststoff- bzw. Aluminiumfolie o. ä. Materialien (Glas). Sie hat (wenn bewusst eingesetzt) die Aufgabe, sowohl die Diffussion von Wasserdampfmolekülen als auch den Lufttransport von der warmen Seite (Innenraum) zur kalten Seite der Konstruktion gänzlich zu verhindern. Eine D. muss daher wie eine Dampfbremse auf der warmen Seite sorgfältig, d. h. lückenlos und luftdicht verlegt werden.

Differenztemperaturregelung

Die D. ist ein Grundprinzip von Heizungs- und Solarregelungen. Bei Über- oder Unterschreiten der oberen bzw. unteren Ein- bzw. Ausschalttemperatur schaltet die D. eine Umwälzpumpe oder ein anderes Stellglied ein bzw. aus. Die Temperturdifferenz (z.B. 4 oder 10 Grad) kann voreingestellt werden. Wird bei einer D. für eine Solaranlage die Temperaturdifferenz von bsw. 4 Grad zwischen dem Solarkollektor und Warmwasserspeicher überschritten, schaltet sich die Umwälzpume ein. Sie bleibt solange in Betrieb, bis die Temperaturdifferenz unter das voreingestellte Maß (im Beispiel 4 Grad) absinkt.

Diffussion

Die D. ist das Bestreben von Ladungsträgern, Molekülen oder Teilchen sich gleichmäßig zu verteilen, um unterschiedliche Konzentrationen auszugleichen.

Direktverdampfung

Die D. ist ein Verfahren zur Aufnahme von Umweltwärme zur Nutzung in Wärmepumpen. Ein schon bei sehr niedrigen Temperaturen siedendes Kältemittel zirkuliert im Absorber und verdampft durch Wärmeaufnahme. Nach dem Wärmeentzug in der Wärmepumpe ist das Kältemittel wieder verflüssigt.

Druckdifferenz

Eine D. entsteht z.B. in Gasen zwischen zwei Teilbereichen durch einen Temperaturunterschied. Bei Schornsteinen bzw. Abgasanlagen ist die D. ein Maß für den sogenannten Schornsteinzug. Sie wird angegeben in hPa oder mbar. Eine D. im Haus führt bei mangelhafter luftdichtheit zum Luftaustausch, auch ohne dass Wind geht.

Druckwasserstoffspeicherung

Wasserstoff (H2) kann nur in komprimierter bzw. verflüssigter Form sinnvoll gespeichert werden. Für den mobilen Einsatz in PKW's mit Brennstoffzelle wird der Druck in Tanks auf bis zu 700 bar gesteigert.

Durchflussmenge

Die D. in einer Solaranlage ist die Menge des im Solarkreislauf zirkulierenden Gemisches aus Wasser und Frostschutzmittel in einer bestimmten Zeit. Die D. muss hoch genug sein, damit in den Rohrleitungen eventuell vorhandene Luft zum Entlüftungspunkt mitgerissen wird, andererseits muss die D. so niedrig gewählt werden, dass die Wärmeübertragung im Solarkollektor optimal erfolgt.
In Heizkesseln mit geringem Wasserinhalt und Thermen muss eine bestimmte D. gegeben sein, damit die erzeugte Wärme (Brenner) auch abgeführt werden kann. Im Heizkreis muss eine bestimmte D. gegeben sein damit Thermostventile richtig regeln können. Ebenso wichtig ist die Einhaltung einer bestimmten D. für eine fehlerfreie Kostenabrechnung.

Durchlaufprinzip

Art der Warmwasserbereitung, bei der die Erwärmung im Moment des Bedarfes (Zapfung) erfolgt. Das zu erwärmende Trinkwasser wird dazu durch ein Rohr geleitet, welches von einem heißen Medium (Heizungswasser, heiße Abgase einer Flamme, elektrische Heizpatrone) umspült und erhitzt wird.

Dämmputz

Mit D. bezeichnet man einen Außenputz, der durch eingelagerte Dämmstoffteilchen (z.B. Styropor-Kügelchen) auch die Funktion einer zusätzlichen Wärmedämmung übernimmt. Das Preis-Leistungsverhältnis ist allerdings schlechter als bei einem Wärmedämm-Verbundsystem.

Dünnfilm-Solarmodul

Die Solarzellen werden materialsparend direkt auf einTrägermedium (Glas, Edelstahlfolie)
aufgedampft und bilden auf diesem nur eine dünne Schicht.

diffuse Strahlung

D. S. ist die nicht direkt von der Quelle (z.B. der Sonne) ausgehende Strahlung. Sie entsteht durch Streuung der direkten Strahlung an Wolken und dem Wasserdampf der Luft oder durch Reflexion an Bergen und Wolken.
Kurz gesagt ensteht die Solarstrahlung aus allen Richtungen nach Streuung des Sonnenlichts an Wolken, Bergen, Gebäuden, durch Nebel etc.

diffusionsoffene Unterspannbahn

Die d.U. ist ein Material zur Herstellung einer regendichten Ebene unterhalb der Dacheindeckung. Sie stellt sowohl eine Winddichtung als auch einen Schutz darunter liegender Dämmstoffe dar. Der Dampfdiffussionswiderstand µ der Unterspannbahn sollte möglichst klein sein, um ggf. eingedrungenem Wasserdampf die Möglichkeit zum Verlassen der Schicht zu geben. Anzustreben ist ein sd-Wert kleiner gleich 0,05 m. Die Bestwerte angebotener Produkte liegen bei 0,02 m.

direkte Strahlung

Die d.S. ist die von der Sonne auf geradem Wege direkt, z. B. auf einen Solarkollektor oder eine Solarzelle auftreffende Solarstrahlung. Sie ist intensiver als die diffuse Strahlung. . Die Anteile betragen im Jahresmittel jeweils etwa 50 %.
Kurz gesagt ist es die Solarstrahlung, die direkt von der Sonne auf den Kollektor trifft.