Heizungsratgeber.de

Ihr Informations-Portal zum Thema Heizung


Start - Heizungs-Lexikon - E

ENS

Sicherheitseinrichtung zur Netzüberwachung und Abschaltung des Netzeinspeisegerätes.
Die Abkürzung „ENS“ bedeutet: Zwei voneinander unabhängige Einrichtungen zur Netzüberwachung mit jeweils zugeordnetem Schaltorgan in Reihe.

Effizienz

Mit der E. charakterisiert man in der Heizungstechnik die Wirksamkeit, oder besser den Wirkungsgrad eines Kessels, mit dem ein Brennstoff in nutzbare Wärme umgewandelt wird.

Eichfrist

Für die E. bzw. Eichdauer gilt:

- Stromzähler 16 Jahre
- Gaszähler 8 Jahre
- Wärmemengenzähler 5 Jahre
- Kaltwasseruhr 6 Jahre
- Warmwasseruhr 5 Jahre

Nach Ablauf der Frist werden die Zähler nicht in jedem Fall neu geeicht oder ausgetauscht. Bei Strom - und Gaszählern bsw. wird eine repräsentative Stichprobe gezogen und überprüft. Ergibt sich keine unzulässige Abweichung, wird die Eichdauer aller Zähler einer Serie verlängert, ohne das neue Eichmarken angebracht werden. Wasseruhren und Wassermengenzähler werden in der Regel gegen neue getauscht.

Einheiten

Ein GJ GigaJoule = 1000 MJ (MegaJoule) = 1000 kJ (kiloJoule) = 1000 Joule , eine GWh (GigaWattstunde) = 1000 MWh (MegaWattstunden) = 1000 kWh (kiloWattstunden), Umrechnung: 1 kWh = 3,6 MJ = 860 kcal, veraltet: eine kcal kilocalorie = 1000 Kalorien

Einrohrheizung

Bei einer E. sind die einzelnen Heizkörper in Reihe miteinander verbunden. Der Rücklauf des ersten Heizkörpers wird dabei zum Vorlauf des zweiten Heizkörpers, dessen Rücklauf wiederum zum Vorlauf des dritten wird, usw. usf.. Die Vorlauftemperatur ist demnach bei jedem folgenden Heizkörper geringer, was eine entsprechende Dimensionierung der Heizkörpergröße erfordert. Damit ein abgesperrter Heizkörper nicht zu einem Durchlussstopp führt, müssen spezielle Kurzschlussstrecken und Zweiwegeventile eingesetzt werden. Wegen der stetigen Abnahme der Temperatur in einem Strang, kann nur ein begrenzte Zahl von Heizkörpern in einem Heizkreis angeordnet werden.

Einspeisevergütung

Der örtliche Stromnetzbetreiber muss Strom aus erneuerbaren Energien kaufen und einen Mindestpreis (Vergütung) entsprechend dem EEG bezahlen.

Einzelraumheizung

Mit E. bezeichnet man eine Heizart, bei der ein Heizgerät Wärme für einen einzelnen Raum unabhängig von der Wärmeerzeugung anderer Räume erzeugt. Zu den E. gehören u.a. Gasaußenwandheizer, Ölöfen, Kohle- und Holzöfen, Nachtstromheizgeräte, Elektrokonvektoren, Ölradiatoren usw. Der Vorteil der E. liegt in der verlustlosen und meist flinken Wärmeverteilung.

Einzelraumtemperaturregelung

Mit E. bezeichnet man die Möglichkeit, die Raumtemperatur nur eines einzelnen Raumes unabhängig von der Temperatur anderer Räume zu regeln. Am einfachsten geschieht dies mit einem Thermostatventil , für die es auch programmierbare Aufsätze gibt. Eine flinke und fein regelbare E. ist ein wichtiger Beitrag zur Energie- und Kosteneinsparung.

Elektrolyt

Ein Elektrolyt ist ein Stoff, z.B. eine Salzlösung, die elektrisch geladene Teilchen wie Elektron(en) oder Ion(en) leitet. Bei der Brennstoffzelle wird ein gasdichter E. benötigt, um eine Knallgasreaktion zwischen Wasserstoff und Sauerstoff zu verhindern.

Emission

In der Feuerungstechnik (Verbrennung) bezeichnet man mit E. den Ausstoß luftverunreinigender Stoffe, wie z.B. Schwefeldioxid, Stickstoffoxide, Kohlenstoffmonoxid, Kohlenstoffdioxid, Staub oder Ruß. In der Akustik ist die Lärmabgabe einer Quelle gemeint. In der Wärmelehre ist die E. ein Maß für die Energieverluste infolge Abstrahlung von langwelliger Infrarotstrahlung.
Kurz gesagt ist es ein Sammelbegriff für Schadstoffe und Belastungen, die die Umwelt beeinträchtigen.

Emissionsgrad

Der E. ist ein Qualitätsparameter bei Solarkollektoren. Bei einem Emissionsgrad von 0,12 z. B. werden 12 % der durch Sonneneinstrahlung gewonnenen Wärme durch Wärmestrahlung wieder abgegeben. Ein geringer Emissionsgrad wird durch eine selektive Beschichtung erzielt.

Endenergiebedarf

Mit Endenergiebedarf bezeichnet man die Energiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Der Endenergiebedarf bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik benötigte Hilfsenergie ein. Die Endenergiebedarf wird an der „Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit jene Energiemenge dar, die dem Verbraucher geliefert und mit ihm abgerechnet wird.

Energie

Energie ist die Fähigkeit eines Energieträgers physikalische Arbeit zu verrichten. Energie kann weder verloren gehen, noch neu entstehen.

Maßeinheiten: Joule (J), Wattt (W), Newton (N)
Formelzeichen: E

Energieausweis

Dokumentiert anhand von mehreren standardisierten Kennwerten wie viel Energie ein Gebäude pro Quadratmeter Wohnfläche pro Jahr verbraucht und wurde mit Inkrafttreten der EnEV 2007 am 1. Oktober 2007 für alle Bestandsgebäude ab 1. Juli 2008 schrittweise Pflicht, d. h. wenn eine Immobilie gebaut, verkauft oder vermietet wird, muss dem Interessenten der Energieausweis vorgelegt werden. Dieser gilt 10 Jahre und für alle Wohnungen eines Hauses.

Energiebilanz

Eine Energiebilanz bilanziert die Energiemenge, die beispielsweise eine Energieerzeugungsanlage im Laufe ihrer Nutzung erzeugt. Sie wird verglichen mit der Energiemenge, die für die Herstellung, für Hilfsprozesse und die Entsorgung der Anlage aufgewandt werden muss.

Energieeinsparverordnung

Die E. (kurz EnEV) regelt seit 1.2.2002 die einzuhaltenden Mindestanforderungen für den baulichen Wärmeschutz und heizungstechnische Anlagen. Die Verordnung stellt eine Zusammenfassung und Verschärfung der Anforderungen aus der Heizanlagenverordnung und der Wärmeschutzverordnung dar.

Energieinhalt

Mit E. wird die insgesamt freigesetzte Wärmemenge bezeichnet, die bei der Verbrennung eines Energieträgers (Brennstoffes) entsteht. Aus einem Liter Heizöl wird eine Wärmemenge von rund 10 kWh, aus einem m³ Erdgas wird eine Wärmemenge von ca. 10,5 kWh freigesetzt.

Energiemanagement

Das E. einer Einrichtung oder eines Unternehmens versucht den Energieverbrauch und die mit dem Verbrauch verbundenen Kosten so niedrig wie möglich zu halten. Dabei lassen sich durch kluge Investitionsentscheidungen und optimale Prozessorganistion meist mehr Kosten einsparen als für die Lösungsfindung eingesetzt werden muss.

Energiepass

Der E. oder auch Energieausweis gibt den Energieverbrauch eines Gebäudes wieder. Die Werte sollen die Vergleichbarkeit verschiedener Wohnungen bei der Abschätzung zu erwartender Energiekosten ermöglichen. Man unterscheidet eine bedarfsorientierte Betrachtung bei standardisierten Rahmenbedingungen, also ohne Berücksichtigung der tatsächlichen Bewohnersituation und des Nutzerverhaltens und eine verbrauchsorientierte Betrachtungsweise (nach tatsächlichen Verbrauchswerten eines Objektes).

Energierückflussdauer

Die E. stellt die Zeit dar, in der die für einen Bau- oder Dämmstoff bzw. die für einen Wärme-/Stromerzeuger (z. B. Sonnenkollektor) aufgewendete Herstellungs,- Instandhaltungs- und Entsorgungsenergie durch eingesparte, also nicht verbrauchte Heizwärme, oder erzeugte Energie zurückgegeben bzw. kompensiert ist.

Energiesparverordnung(EnEV)

Gilt seit Februar 2002 und wird ständig novelliert (zuletzt 1. Oktober 2007).
Mindeststandards für neue und bestehende Wohngebäude hinsichtlich des
und der Qualität der Anlagentechnik, sieht vor, dass ab dem 1. Juli 2008 Energieausweise
verpflichtend für Neubauten und Bestandsgebäude auszustellen sind.

Energieträger

Man unterscheidet Primärenergieträger - wie gefunden, z.B. Öl, Erdgas , Holz, Solarenergie und Sekundärenergieträger- wie verarbeitet z.B. Flüssiggas, Fernwärme, Strom.

Energieumrechnung

Beim Vergleich von Energieträgern muss der Energieinhalt kWh pro Mengeneinheit bekannt sein. Folgende Umrechnungen sind für den Hausgebrauch hinreichend genau: Heizöl pro Liter = 10; Erdgas pro m³ = 10,5; Flüssiggas pro Liter = 7; Braunkohlenbrikett pro kg = 5,5; Pellets pro kg = 4,5; Stückholz pro kg = 4.

Enthalpie

Mit E. bezeichnet man den Gesamtwärmeinhalt bzw. die Summe der inneren Energie eines Stoffes (z. B. eines Gases) und der Verdrängungsarbeit (in kJ/kg).

Erdgas

E. besteht überwiegend aus Methan (CH4). Infolge des hohen Anteils von Wasserstoffatomen (H) ist E. besonders gut geeignet für die Brennwerttechnik und zur Wasserstoffgewinnung für Brennstoffzellen. E. ist der emissionsärmste fossile Brennstoff. Bei der Verbrennung entsteht so gut wie kein Schwefeldioxid, Ruß oder Staub.

Erdwärme

Der Begriff E. wird oft mit dem Einsatz von Wärmepumpen für Heizzwecke verbunden, die Wärme mit Hilfe von im Erdreich verlegten Rohrleitungen dem Boden entziehen. Die Vorstellung damit die E. zu nutzen ist nicht ganz exakt, da es sich bei dem Wärmepotenzial überwiegend um Umweltwärme, also durch Sonneneinstrahlung und Niederschläge erwärmten Boden handelt. Zur Nutzung der Wärme im Inneren der Erde muss man mit Bohrungen oder Sonden relativ nahe an das flüssigen Magma heran. In Tiefen ab 500 Meter kann in einigen Gegenden eine direkte Nutzung von E. (heißes Wasser) erfolgen.

Erdwärmekollektor

Ist zur Erschließung der Wärmequelle Erde für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe erforderlich.
Kunststoffrohre, in denen das Frostschutzgemisch zirkuliert, werden von einem Sammler (Verteiler) ausgehend in Schleifen auf einer Tiefe von 1,2 bis 1,5 m verlegt. Die Anzahl der Kollektorkreise richtet sich nach der Anlagenleistung und der Bodenqualität.

Erdwärmesonde

Ist zur Erschließung der Wärmequelle Erde für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe erforderlich, wenn nicht genug Platz für einen Flächenkollektor vorhanden ist. Anzahl und Tiefe der Sonden richtet sich nach Anlagenleistung und Bodenqualität. Auch hier zirkuliert Sole in den Kunststoffrohren.

Erneuerbare Energien

Energiequellen, die unbegrenzt zur Verfügung stehen: direkte Sonnenenergie (Solarwärme,
Photovoltaik), indirekte Sonnenenergie (Biomasse, Wasserkraft, Windkraft), Erdwärme (Geothermie) und Gezeitenenergie.

Erneuerbare-Energien-Gesetz

Der vollständige Titel lautet 'Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien'. Es regelt die Abnahme und Vergütung von Strom , der aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wurde (z.B. Wind, Sonne,Biomasse).

Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz

Der Entwurf des Gesetzes wurde am 5. Dezember 2007 von der Bundesregierung beschlossen, es tritt voraussichtlich im Sommer 2008 in Kraft. Das Gesetz legt fest, dass spätestens im Jahr 2020 14 Prozent der Wärme in Deutschland aus erneuerbaren Energien stammen müssen. Die sogenannte Nutzungspflicht muss grundsätzlich bei allen Neubauten erfüllt werden, die ab dem 1. Januar 2009 fertiggestellt werden. In Planung befindliche Gebäude sind noch bis Sommer 2008 von dieser Regelung ausgenommen. In Baden-Württemberg müssen bereits seit dem 1. April 2008 alle Neubauten ein Fünftel ihres Wärmeenergiebedarfs durch erneuerbare Energie decken.

Erntefaktor

Gibt an, um wievielmal mehr Energie eine Solaranlage in Ihrer Betriebsdauer gegenüber der benötigten Herstellungsenergie gewinnt.

energetische Amortisation

Energetische Amortisation bedeutet im Deutschen Energierückflussdauer.