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FI-Schutzschalter

Fehlerstromschutz in der elektroinstallation, der dem Schutz von Personen vor elektrischen „Schlägen“ beim berühren von Netzspannungen dient.

Fensterlüftung

Lüftung bei geöffneten Fenstern bzw. Türen, wobei infolge von durch Temperatur- und Druckunterschieden (Wind) die Luft ausgetauscht wird. Durch F. eine hygienische Luftqualität einzuhalten ist schwierig und nicht unter allen Bedingungen zu gewährleisten.

Fernwärme

Größere Wohngebiete können meist kostengünstig und umweltfreundlich durch die Abwärme eines Kraftwerkes mit Wärme für Heizung und Warmwasserbereitung versorgt werden. Die Abwärmenutzung verbessert den Wirkungsgrad der Stromerzeugung des Kraftwerkes erheblich.

Feuchtemessung

Der Feuchtegehalt von Baustoffen, wie z.B. Mauerwerk, kann im eingebauten Zustand mittels eines elektrischen Leitfähigkeitsmessgerätes oder an entnommenen Proben mittels gravimetrischer F. ermittelt werden. Mit einem Leitfähigkeitsmessgerät bestimmt man die elektrische Leitfähigkeit in der Oberfläche des Baustoffes und erhält so einen Hinweis über das Maß der Durchfeuchtung. Bei der gravimetrischen F. wird der Feuchtegehalt exakt aus der Gewichtsdifferenz zwischen der entnommenen feuchten Probe und ihrem Trockengewicht bestimmt. Der so ermittelte Feuchtegehalt wird mit der Bilanzfeuchte und der Maximalfeuchte des Baustoffes verglichen, so dass das Ausmaß der Durchfeuchtung und ihre mögliche Ursache beurteilt werden kann.

Flachkanal

Der F. ist ein in der Lüftungstechnik verwendetes Rohrmaterial aus Kunststoff mit rechteckigem Querschnitt. Der F. wird bevorzugt bei geringen Bauhöhen. Gegenüber runden Querschnitten erhöht sich jedoch der Luftwiderstand durch die größere Rohrreibung. Daher sind größere Antriebsleistungen der Ventilatoren erforderlich.

Flachkollektor

Der F. ist ein einfach aufgebauter Solarkollektor mit wasserdurchströmten, wärmeaufnehmenden Absorberblechen in einem gut wärmegedämmten, mit Glas abgedeckten Kasten. Die Absorberbleche verfügen über eine selektive Beschichtung (TiNOx). F. besitzen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, weshalb sie heute überwiegend eingesetzt werden.

Flammendetektor

Für die Flammenüberwachung des Brenners muss ein Sensor angeschlossen werden, der so genannte Flammendetektor. Durch ihn wird sichergestellt dass nur Brennstoff zur Verbrennung freigegeben werden.
Für die verschiedenen Brennstoffe gibt es unterschiedliche Flammendetektoren.
Bei einer Gasflamme (typisch ist ein blaues Flammenbild) wird üblicherweise die Ionisationsüberwachung eingesetzt. Sie nutzt den Effekt, dass eine Flamme elektrisch leitend ist. Dies erkennt der Feuerungsmanager.
Beim Ölbrenner (meist an der gelblichen Flamme zu erkennen) wird ein Photowiderstand eingesetzt. Dieses lichtempfindliche Bauteil reduziert seinen Widerstand aufgrund der Leuchtkraft der Ölflamme und schließt den elektrischen Überwachungskreis.
Kombinationsbrenner für beide Brennstoffe haben eine UV-Überwachung. Dieser Flammendetektor kann sowohl die blaue Gasflamme als auch die gelbe Ölflamme sicher erkennen.

Flächenheizung

Bei einer F. sind Heizungswasser führende Rohrleitungen im Fußboden (Fußbodenheizung), der Wand (Wandheizung) oder der Decke (Deckenheizung) verlegt. Durch die zur Verfügung stehende große Fläche kann mit niedrigen Heizwassertemperaturen geheizt werden, was Vorteile für die Brennstoffausnutzung ergibt. Durchgängig eingesetzte F. sind Voraussetzung für den effektiven Einsatz von Wärmepumpen oder Solarheizsystemen.

Flüssiggas

Zu den Flüssiggasen zählen Propan und Butan sowie ein Gemisch aus beiden. Flüssiggas fällt bei der Erdöl- und Erdgasgewinnung und in Raffinerien gasförmig als Nebenprodukt an. Durch Komprimierung wird das Gas verflüssigt und in diesem Zustand transportiert und gelagert.

Flüssigwasserstoffspeicherung

Wasserstoff kann unter hohem Druck oder in verflüssigter Form gespeichert werden. Die Verflüssigung erfolgt allerdings mit sehr hohem Energieaufwand (Kälte), so dass die Flüssigspeicherung nur stationären Anwendungen (Tankstellen) vorbehalten ist.

Fortluft

Mit F. bezeichnet man die ins Freie abgeführte Luftmenge aus dem Raum bzw. der Wohnung. F. nennt man auch die Abluft aus den Räumen nach einem Wärmetausch in einem Luft-Luft-Wärmetauscher einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung oder in einem Luft-Wasser-Wärmetauscher einer Wärmepumpe.

Fotovoltaik

Mit F. bezeichnet man die Technik zur Umwandlung von Solarstrahlung in elektrischen Strom. Genutzt wird das fotovoltaische Prinzip.

Fremdenergieeinfluss

Mit F. bezeichent man den Wärmeeinfluss, der einem Raum aus anderen Quellen als der Heizungsanlage zufließt. Dazu gehört neben der Sonneneinstrahlung auch die Abwärme von Personen und elektrischen Geräten (Beleuchtung, Ferseher usw.). Der F. erlangt im Niedrigenergiehaus wegen des geringen Wärmeverlustes infolge sehr guter Wärmedämmung eine beträchtliche Bedeutung.

Fremdstromanode

Die F. ist Einrichtung in emaillierten bzw. glasierten Warmwasserspeichern, die dem Schutz vor Korrosion durch Einleitung eines Stromflusses dient. Durch Einleitung eines geringen Stromflusses wird eine elektrische Potenzial aufgebaut, so das die elektrochemische Korrosion an Stahlteilen (Emailbruch) unterdrückt wird. Im Gegensatz zur Opferanode oder Verzehranode geht das Material der F. nicht in Lösung. Der Stromverbrauch (Energiebedarf) liegt etwa bei 20 kWh pro Jahr.

Frischwassertechnik

Mit F. bezeichnet man eine hygienische Art der Warmwasserbereitung. Im Gegensatz zur Speicherwassererwärmung erfolgt die Wassererwärmung nicht auf Vorrat sondern im Durchfluss. Dabei wird im Durchflusswärmetauscher nur gerade soviel Wasser erwärmt, wie im Moment benötigt wird. Es wird in der Regel ein Pufferspeicher benötigt.

Frostschutzmittel

Zum Schutz vor Frostschäden ist das Wasser im Solarkreislauf ähnlich wie im Kühlerkreislauf eines Autos normalerweise mit einem Frostschutzmittel versetzt. Meist wird ein ungiftiger Propylenglykol verwendet. Eine Ausnahme bilden Systeme, die ohne Solarstrahlung versetzt. Meist wird ein ungiftiger Propylenglykol verwendet. Eine Ausnahme bilden Systeme, die ohne und Systeme, die im Winter leer sind.

Fugendurchlasskoeffizient

Der F. (auch a-Wert) gibt an, wieviel Luft (in m³) je Meter Fugenlänge bei einer bestimmten Druckdifferenz in einer Stunde durch die Fuge strömt. Der F. ist eine Kenngröße bei der Charakterisierung der Dichtheit von Fenstern und Türen. Er hat Einfluss auf den Luftwechsel und den Schallschutz.

Fugenlüftung

Die F. entsteht über baulich bedingte Fugen und Schächte, wie Fenster- und Türfugen und/oder Schornsteine sowie über Luftleckagen, die unbeabsichtigt am Gebäude bestehen. Die F. kommt in Gang (Antrieb) durch Wind und/oder Temperaturunterschiede. Durch den Einbau dichter Fenster und Zentralheizungen (Wegfall der Einzelschornsteine) kommt die F. nahezu zum Erliegen. Ohne Ausgleich durch eine mechanische Lüftungsanlage wird diszipliniertes, richtiges Lüften mit dem Fenster notwendig.

Funktionskontrollgerät

Ein F. dient der Anzeige des Betriebszustandes in Solaranlagen. Es besitzt einen Durchflussanzeiger (Anzeige des mengenmäßigen Durchflusses der Solarflüssigkeit), ein Thermometer und eine Anzeige des Pumpenzustandes (läuft oder läuft nicht). Die Temperaturanzeigen werden unterstützt durch eine Plausibilitätskontrolle, ob die Temperaturverhältnisse eine Funktion signalisieren.

Fußbodentemperierung

Die F. ist eine einfache und kostengünstige Möglichkeit zur Erhöhung der Oberflächentemperatur von fußkalten Böden. Sie ist aufgebaut wie eine Fußbodenheizung. Das Heizungswasser muss jedoch nicht auf eine vergleichsweise niedrige Vorlauftemperatur mit Hilfe eines Heizungsmischers gebracht werden. Statt dessen wird pro Heizkreis ein Rücklauftemperaturbegrenzer eingebaut.

Förderprogramme

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Rahmen des Marktanreizprogramms des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Führungsgröße

Die F. ist ein Fachbegriff aus der Regelungstechnik. Die F. ist der vorgegebene oder voreinstellbare Vergleichswert einer Regeleinrichtung. Bei einer witterungsgeführten Vorlauftemperaturregelung dient z. B. die gemessene Außentemperatur als F. zur Ermittlung der erforderlichen Heizwassertemperatur. Für die thermostatische Regelung eines Warmwasserspeichers stellt die voreinstellbare Solltemperatur (Wunsch) die F. dar.

fossile Energieträger

Zu den f.E. zählen alle Energieträger, die auf Grund von Umwandlungsprozessen in Jahrmillionen aus Biomasse entstanden sind und nur eine begrenzte, weil endliche Nutzung ermöglichen (z.B. Steinkohle, Braunkohle, Öl, Erdgas).

fuzzy-Regelung

Die f.-R. ist eine moderne Heizungsregelung, bei der der aktuelle Wärmebedarf aus der Änderung der Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf bzw. dem zeitlichen Verlauf der gemessenen Kesselwassertemperatur ermittelt wird. Die Außen- oder Innentemperatur wird als Führungsgröße nicht benötigt. Es ist daher weder ein Außentemperaturfühler, noch ein Raumfühler.

fühlbare Wärme

Die einem Stoff zugeführte Wärme führt zu einer entsprechend fühlbaren Temperaturerhöhung, die mt einem Thermometer auch messbar ist. Zeigt im Gegensatz dazu ebenfalls zugeführte Wärme keine messbare Temperaturerhöhung spricht man von latenter Wärme.