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Start - Heizungs-Lexikon - H

Halogene

H. sind chemische Elemente der Hauptgruppe VII des Periodensystems, also Fluor, Chlor, Brom, Jod und Astat. H. sind Salzbildner (Kochsalz -> Natriumchlorid).

Heat-Pipe

Die Heat-Pipe ist spezieller Vakuumröhrenkollektor bei dem die Solarwärme vom Absorber an ein mit Alkoholdampf gefülltes Wärmerohr abgegeben wird. Bei der Kondensation des Alkoholdampfes am oberen Ende des Wärmerohres wird die Wärme an die Solarflüssigkeit (Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel) übertragen und abgeführt.

Heizanlagenverordnung

Die H. enthielt Vorschriften zum Betrieb, der Auslegung und der Regelungstechnik von Heizungsanlagen und der Wärmedämmung von Rohrleitungen. Die H. ist veraltet und übergegangen in die ab 1.2.2002 gültige EnergieEinsparVerordnung (EnEV).

Heizband

Ein H. ist eine sich selbst regelnde elektrische Widerstandsheizung in Bandform, die auch Begleitheizung genannt wird. Das H. wird direkt auf einer Warmwasser führenden Rohrleitung angebracht und dient der Aufrechterhaltung der Warmwassertemperatur. Ein H. erfüllt die gleiche Aufgabe wie eine Zirkulationseinrichtung , benötigt aber im Gegensatz dazu keine zweite Rohrleitung (Zirkulationsleitung). Ein H. verursacht in der Regel vergleichsweise hohe Stromkosten.

Heizenergiebedarf

Mit H. ist jene Energiemenge gemeint, die dem Heizsystem in Form von Brennstoffen, Fernwärme bzw. Strom zugeführt werden muss, um den Heizwärmebedarf Qh bereitzustellen. Der H. berücksichtigt den Wirkungsgrad, ist also um die Verluste höher als der dimensionsgleiche Heizwärmebedarf.

Heizenergieverbrauch

Der H. entspricht dem jährlicher Brennstoff- bzw. Elektroenergieverbrauch der Heizungsanlage zur Deckung des Heizwärmebedarfs eines Gebäudes (berücksichtigt den Wirkungsgrad).

Heizgrenztemperatur

Mit H. ist jene Außentemperatur gemeint, bei der bei weiterem Ansteigen derselben davon ausgegangen wird, dass infolge solarer und interner Heizquellen (Fremdenergieeinfluss) eine aktive Beheizung des Gebäudes durch die Heizanlage nicht mehr erforderlich ist (Ende der Heizperiode).

Heizkosten

Zu den H. einer Heizungsanlage gehören neben den Verbrauchskosten (verbrauchsgebundene Kosten), die Kapitalkosten (kapitalgebundene Kosten) und die Betriebskosten (betriebsgebundene Kosten.

Heizkostenabrechnung

Eine Heizkostenabrechnung erhalten Mieter oder Wohnungseigentümer, wenn die Wohnanlage mit einer zentralen Heizungsanlage ausgestattet ist. Nach der Verordnung über die verbrauchsabhängige Abrechnung der Heizungs- und Warmwasserkosten ist der Betreiber der Heizanlage verpflichtet, dem Mieter oder Eigentümer eine nachvollziehbare Abrechnung der Kosten vorzulegen.

Heizkostenverteiler

Als Heizkostenverteiler bezeichnet man am Heizkörper angebrachte Geräte zur Ermittlung des anteiligen Verbrauches und damit zur Verteilung der gesamten Heizkosten in Mehrfamilienhäusern. Man unterscheidet Heizkostenverteiler nach dem Verdunstungsprinzip und elektronische Geräte. Beide Systeme zeigen nicht die verbrauchte Wärmemenge im physikalischen Sinne an, sondern lediglich die verhälnismäßige Inanspruchnahme.

Heizkreis

Als Heizkreis bezeichnet man ein in sich geschlossenes, meist separat regelbares System der Wärmeverteilung, das beispielsweise für einen Gebäudeabschnitt eingerichtet ist. Er besteht aus den angeschlossenen Heizkörpern, den Rohrleitungen für Vor- und Rücklauf, eventuell einer Heizkreispumpe und einem Heizungsmischer.

Heizkurve

Die Heizkurve ist die grafische Zuordnung zwischen einer bestimmten Außentemperatur und der zugehörigen Vorlauftemperatur des Heizwassers. Die Heizkurve kann in einer außentemperaturgeführten Regelung eingestellt werden und ist abhängig von Gebäude und Heizungsanlage. Deshalb muss die Heizkurve am Regelgerät optimal eingestellt werden, um alle Energiesparmöglichkeiten auszunutzen.

Heizlast

Die H. ist jene Heizleistung , die einem Raum ständig zugeführt werden muss, um eine Temperatur im Raum von z. B. 20 °C konstant zu halten. Sie muss demnach genauso groß sein, wie die Summe der Wärmeverluste aus Wärmeleitung und Lüftung. Die rechnerische Grundlage ist die DIN EN 12831.

Heizleistung

Die H. ist die von einem Wärmeerzeuger in einer bestimmten Zeit (z. B. einer Stunde) abgegebene nutzbare Heizwärme. Sie wird angegeben in kW (kiloWatt). Die H. muss mindestens der Heizlast des Gebäudes entsprechen.

Heizungsbetriebsweise

Eine Heizungsanlage kann monovalent, bivalent und monoenergetisch betrieben werden.

Heizungsmischer

Der H. ist eine Einrichtung zur Temperaturregelung des Heizungswassers. Der H. wird in den Heizungsvorlauf eingebaut, um durch Beimischung von kühlerem Rücklaufwasser die VorlauftemperaturVorlauftemperatur zu regeln. Bei Niedertemperaturkesseln und Brennwertgeräten mit gleitender Regelung der Kesseltemperatur ist der Einbau eines H. nicht erforderlich. Bei Einbau des H. in den Heizungsrücklauf von Heizungsanlagen mit Holzkesseln dient er der Anhebung der Rücklauftemperatur durch Beimischung von wärmerem Vorlaufwasser (zur Vermeidung von Kondenswasserbildung mit nachfolgender Taupunktkorrosion).

Heizungspufferspeicher

Behälter, der das durch Solaranlagen oder andere Wärmeerzeuger erwärmte Heizungswasser bis zur Anforderung durch den Wärmeverbraucher bereithält.

Heizungsvorlauf

Mit H. bezeichnet man den Rohrstrang, in dem das Heizungswasser vom Heizkessel mit höherer Temperatur weggehend zu den Heizköpern fließt.

Heizwert

Der H. ist die von einem Brennstoff abgegebene Wärmemenge ohne Berücksichtigung der Verdampfungswärme des Wassers (Wasserdampf entsteht bei jeder Verbrennung). Er wird daher auch "unterer Heizwert" genannt. Die Angabe des Heizwertes in kWh (sprich kiloWattstunden) pro Mengeneinheit Brennstoff ist in der Heiztechnik üblich. Der Kesselwirkungsgrad wird auf den unteren H. bezogen. Genauer wäre der Bezug auf den oberen H., den Brennwert.

Heizwärmebedarf

Der H. ist die Wärmemenge, die den zu beheizenden Räumen zusätzlich zu den Wärmegewinnen aus dem Fremdenergieeinfluss (Sonne und der Abwärme von Personen und Geräten) zugeführt werden muss, um die Innen-Solltemperatur zu halten.

Hilfsenergiebedarf

Der H. ist die zusätzlich zum erforderlichen Brennstoff einer Heizungsanlage benötigte Antriebsenergie für Pumpen, Stellventile, Regelungs- und Sicherheitstechnik. H. entsteht auch in einer Solaranlage durch die Regelungstechnik, die Umwälzpumpe und ggf. elektrische Stellventile. Auch Lüftungsanlagen mit und ohne Wärmerückgewinnung haben einen Aufwand an H., was ein Entscheidungskriterium sein muss.

Holzvergaserkessel

Besitzen zwei Brennkammern und erreichen durch die räumliche und zeitliche Trennung von Holzvergasung und Holzverbrennung einen sehr hohen Wirkungsgrad (ca. 90 %) bei sehr niedrigem Schadstoffausstoß.

Hot-Spot-Effekt

Zerstörung einer Solarzelle durch Hitzeentwicklung beiTeilverschattung eines Moduls –
wird durch Bypass-Dioden vermieden.

Härtegrad

Der H. spielt bei der Charateristik der Eigenschaften des Trinkwassers eine Rolle. Die so genannte Wasserhärte spiegelt die im Wasser enthaltene Menge an Härtebildnern (Ca, Mg) wieder.

hydraulischer Abgleich

Der hydraulische Abgleich beschreibt ein Verfahren, mit dem innerhalb einer Heizungsanlage jeder Heizkörper oder Heizkreis einer Flächenheizung genau mit der Wärme versorgt wird, die zur Erreichung der gewünschten Raumtemperatur benötigt wird. Und zwar bei einer festgelegten Vorlauftemperatur der Heizungsanlage. Dies wird mit genauer Planung, Überprüfung und Einstellung bei der Inbetriebnahme der Anlage erreicht. Auch ein nachträglicher hydraulischer Abgleich ist möglich. Ist eine Anlage abgeglichen, ergeben sich einige Vorteile: Die Anlage kann mit einem optimalen Anlagendruck, das heißt, mit einer optimal begrenzten Volumenmenge betrieben werden. Daraus ergeben sich niedrige Anschaffungskosten der Umwälzpumpe sowie niedrige Energie- und Betriebskosten während des Betriebes.

hydraulischer Abgleich

Mit h.A. bezeichnet man die optimale Abstimmung des Wasserdurchflusses durch die Heizkörper und Rohre entsprechend den Erfordernissen. In jedem Heizkreis bzw. über jedem Heizkörper sollte annähernd der gleiche Druck und damit die gleiche Durchflussmenge zur Verfügung stehen. Fehlender h.A. führt zu ungleichmäßiger Durchströmung einzelner Heizkreise, zu Strömungsgeräuschen und einem hohen Pumpenstrom.
Man könnte es auch so erklären das Wasser geht immer den Weg des geringsten Widerstandes. Damit die einzelnen Heizkreise
bzw. Heizkörper richtig und ausreichend mit Heizungswasser versorgt werden, müssen die
Strömungswiderstände in den einzelnen Anlagenteilen aufeinander abgestimmt werden.
Nur so erwärmen sich alle Heizflächen gleich. Die Energieeffizienz wird gesteigert.