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KWK

Abk. für Kraft-Wärme-Kopplung

KWK-Gesetz

Gesetz für die Erhaltung, Modernisierung und den Ausbau der Wärme-Kraft-Kopplung (1.4.2002). Das K. fördert den Betrieb von KWK -Anlagen durch Zuschüsse, deren Höhe sich nach der Anlagenart und -größe richtet.

Kaltverdunstung

Mit Kaltverdunstung bezeichnet man die Verdunstung der Anzeigeflüssigkeit (Metholbenzoat) aus Heizkostenverteilern ohne dass der Heizkörper Wärme abgegeben hat. Die Kaltverdunstung findet immer statt, besonders aber bei höheren Umgebungstemperaturen. Um den entstehenden Fehler in der Heizkostenabrechnung auszugleichen erhalten die Heizkostenverteiler eine so genannte Kaltverdunstungsüberfüllung.

Kapillarleitung

Unter K. versteht man den Transport von Flüssigkeiten, z. B. Wasser, in feinen Kanälen (den Kapillaren) eines saugfähigen Materials. Infolge der Oberflächenspannung der Flüssigkeitfunktioniert steigt die Flüssigkeit auch gegen die Schwerkraft nach oben. Der Vorgang ist gut zu beobachten, wenn ein Stück Würfelzucker mit der Spitze in Kaffee gehalten wird. Nachteil des kapillaren Transportes ist eine mögliche Durchfeuchtung von Wänden bei fehlender Horizontalsperrung. Vorteilhaft dagegen ist die K. bei Dämmstoffen in diffusionsoffenen Konstruktionen. Sie führt bei einer eventuell auftretenden Durchfeuchtung dazu, dass die Feuchtigkeit in alle Richtungen fortgeleitet und so der Dämmstoff getrocknet wird (von unten nass gewordener Papierstapel!).

Kaskadenregelung

Die K. ist eine Heizungsregelung für eine Heizungsanlage die mehrere, parallel geschaltete Heizkessel bzw. Thermen besizt. Die einzelnen Geräte werden zu- bzw. abgeschaltet in Abhängigkeit von der Differenz zwischen dem Soll- und dem Istwert der Vorlauftemperatur sowie der Änderungsgeschwindigkeit.

Kaskadenschaltung

Man kann 2 oder mehr Heizkessel in einer K. betreiben. Dabei übernimmt z.B. der erste Kessel die Grundlastabdeckung, der zweite Heizkessel schaltet sich dazu, wenn ein Spitzenbedarf besteht. Der Vorteil besteht darin, dass über einen weiten Bedarfsbereich eine gute Anpassung der von den Kesseln abgegebenen Leistung erzielt werden kann.

Kathode

Die K. ist der Minuspol einer Stromquelle bzw. die negative Elektrode in einem Stromkreis (im Gegensatz zum Pluspol, der Anode . Aus der K. treten Elektronen (negative Ladungsträger) heraus Positive Ladungsträger (Elektronenlöcher bzw. Ionen) werden bei einem geschlossenen Stromkreis an die K. herangeführt.

Kehr- und Überprüfungsverordnung

Die K. regelt die Pflichtleistungen des Schornsteinfegers an den verschiedenen Feuerstätten und Lüftungsanlagen. Die K. ist in den Bundesländern unterschiedlich. Die in Rechnung gestellten Gebühren sind in den Kehr- und Überprüfungsgebührenverordnungen der Bundesländer geregelt.

Kelvin

Ein K. entspricht einem Temperaturunterschied von einem Grad. Wird die Luft von 19°C auf 20°C erwärmt, entspricht dies einem Temperaturunterschied von einem Grad oder einem K..

Kesselwassertemperatur

Mit K. bezeichnet man die Temperatur des Heizungswassers im Heizkessel. Bei Heizkesseln mit gleitender Temperaturregelung (Niedertemperatur-Heizkessel, Brennwert-Heizkessel) passt sich die K. dem Heizwärmebedarf an.

Kesselwirkungsgrad

Der K. berücksichtigt neben dem Abgasverlust (nur wenn Brenner läuft) auch den Abstrahlungsverlust. Dieser wird durch den erwärmten Kessel selbst verursacht (Kessel selbst ist auch ein Heizkörper, dessen Wärmeabgabe aber nur dem Aufstellraum des Kessels zu Gute kommt). Die Angabe des K. ist aussagekräftiger als die des FeuerungswirkungsgradFeuerungswirkungsgrades . Einen exakten Vergleich von Heizungsanlagen erlaubt jedoch nur der erzielbare Jahresnutzungsgrad, der auch den Betriebsbereitschaftsverlust berücksichtigt.

Kleinfeuerungsanlagenverordnung

Die K. regelt die Verbrennung von Brennstoffen, den maximal zulässigen Schadstoffausstoß und die Höhe des maximal zulässigen Abgasverlustes von Heizkesseln, Thermen u. a. Wärmeerzeugern. Si eist Bestandteil der Bundesimmissionsschutzverordnung.

Klemmenspannung

Mit K. bezeichnet man die an den beiden Klemmen (Pluspol und Minuspol) eines Solarstrommoduls, eines Akkumulators oder einer Batterie abgreifbare Gleichspannung.

Klima

Solarstrahlung, Lufttemperatur, Luftdruck, Luftbewegung, Regen oder Schnee bestimmen kurzfristig das Wetter und langfristig, wenn man das Wetter über einen längeren Zeitraum verfolgt, das K.

Klimaklasse

Die K. wird bei Kühl- bzw. Gefrierschränken angegeben und zeigt an, bei welchen Raumtemperaturen die Geräte noch einwandfrei funktionieren, N =16 bis 32 °C, SN = 10 bis 32 °C, ST = 18 bis 38 °C, T = 18 bis 43 °C.

Klimaveränderung

Eine Veränderung des Klimas einer Region oder Welt kann auch durch den Eingriff des Menschen erfolgen. Durch eine großflächige Waldrodung, die Verbrennung , den Verkehr u.a. werden Emissionen freigesetzt, die Einfluss auf klimabestimmende Faktoren haben und so ein komplexes und sich selbst regulierendes System durcheinander bringen.

Kohlendioxid

K. (CO2) ist ein farbloses, ungiftiges Gas. Kohlenstoff verbrennt unter Hinzufügung von Sauerstoff (O2) zu CO2. K. entsteht bei der Verbrennung aller kohlenstoffhaltigen Brennstoffe, wobei Wärme freigesetzt wird. K. spielt eine zentrale Rolle beim Pflanzenwachstum (Photosynthese), ist aber in der Luft lediglich mit einem Anteil von 0,03 Vol% vertreten. Das Gas ist undurchlässig für langwellige Wärmestrahlung, wodurch erträgliche Temperaturen an der Erdoberfläche erreicht werden. Eine erhöhte Konzentration von K. in der Atmosphäre wird neben anderen Gasen für eine globale Erwärmung verantwortlich gemacht. Eine Reduzierung der CO2-Emissionen könnte u.a. durch verbesserte Wärmedämmung, die eine Verringerung des Bedarfs fossiler Brennstoffe zur Folge hätte, erreicht werden.

Kohlenmonoxid

K. ist ein farbloses, sehr giftiges Gas. Es besteht aus einem Kohlenstoff- und einem Sauerstoffatom (Strukturformel CO) und entsteht durch unvollständige Verbrennung kohlenstoffhaltiger Brennstoffe. K. ist messpflichtig bei der Überprüfung von Heizungsanlagen (Kehr- und Überprüfungsverordnung). Seine Giftigkeit wird verursacht durch eine Blockierung der Sauerstoffaufnahme im Blut, indem es sich anstelle des Sauerstoffes mit den roten Blutkörperchen verbindet. Bereits geringe Mengen wirken gesundheitsschädigend.

Kohlenwasserstoffe

K. sind chemische Verbindungen aus den Elementen Kohlenstoff © und Wasserstoff (H). K. sind Bestandteil aller Brennstoffe (z. B. Erdgas CH4).

Kollektor

Ein K. ist ein Wärmesammler, z.B. ein Solarkollektor oder ein Erdreichkollektor.

Kombi-Gerät

Das K. ist ein Heizgerät mit integrierter Warmwasserbereitung (auch Kombi-Therme genannt). Das K. ist eine preiswerte Kompaktlösung für kleinere Wohneinheiten.

Kompriband

Kurzform für vorkomprimiertes Dichtband.

Kondensat

Beim K. handelt es sich um Tauwasser. Beim Erreichen der Sättigungsgrenze kann Luft den Wasserdampf nicht mehr binden und es kommt zur Abscheidung von Wassertröpfchen an kühleren Flächen (z.B. Fensterscheibe, Spiegel) bzw. kühleren Bereichen im Bauteil. Bei Brennwertheizgeräten entsteht Kondensat bei der Abkühlung des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes und führt zur Verbesserung des Nutzungsgrades.

Konstanttemperatur-Heizkessel

Der K.-H. ist eine veralteter Heizkesseltyp, der etwa bis 1980 in Deutschland hergestellt wurde. Zur Verhinderung von Korrosion am Kesselkörper infolge Taupunktunterschreitung (Abgase enthalten Wasserdampf) wird der Kesseltyp mit konstant hoher Kesselwassertemperatur (70 bis 90°C) betrieben. Dadurch entsteht ein sehr hoher Abstrahlungsverlust und Betriebsbereitschaftsverlust. Der Jahresnutzungsgrad liegt häufig unter 50 %.

Konstanttemperatur-Heizkessel

Der K.-H. ist eine veralteter Heizkesseltyp, der etwa bis 1980 in Deutschland hergestellt wurde. Zur Verhinderung von Korrosion am Kesselkörper infolge Taupunktunterschreitung (Abgase enthalten Wasserdampf) wird der Kesseltyp mit konstant hoher Kesselwassertemperatur (70 bis 90°C) betrieben. Dadurch entsteht ein sehr hoher Abstrahlungsverlust und Betriebsbereitschaftsverlust. Der Jahresnutzungsgrad liegt häufig unter 50 %.

Konvektion

Mit K. bezeichnet man den Transport von Wärme in einer Luftströmung oder im Wasser. Eine Luftbewegung nach oben entsteht infolge einer Erwärmung der Luft , da warme Luft (geringere Dichte) leichter ist als kalte Luft. Eine fallende Luftbewegung entsteht infolge der Abkühlung der Luft, z. B. an einem Fenster oder an einer kalten Außenwand. Heizkörper übertragen Wärme an die Raumluft etwa zu 50% durch K.

Konvektionsblech

Ein K. ist ein an der Rückseite von Plattenheizkörpern angebrachtes Blechprofil mit rechteckigem oder trapezförmigen Querschnitt. Durch den entstehenden senkrechten Strömungskanal vergrößert sich die wärmetauschende Oberfläche und die Strömungsgeschwindigkeit der aufsteigenden Warmluft. Ein K. am Heizkörper erhöht die Konvektionsleistung.

Konvektionsleistung

Die K. ist ein Teil der Wärmeleistung eines Heizkörpers (außerdem Strahlungsleistung). Zur Vergrößerung der wirksamen, Wärme tauschenden Fläche (erhöhung der K.) und damit der Lufterwärmungsleistung befinden sich an der Rückseite von Plattenheizkörpern senkrecht angeordnete Konvektionsbleche.

Konvektionswärme

Die K. entsteht durch Aufheizung von Luft an warmen Oberflächen (Heizkörper). Da warme Luft leichter ist als kalte Luft kommt es zu einer Luftbewegung, der Konvektion. Für optimale Behaglichkeit im Raum ist neben der K. auch ein ausreichend hoher Anteil von Strahlungswärme erforderlich.

Konvektor

Der K. ist ein Heizkörper, der so konstruiert ist, dass er nahezu die gesamte Wärme durch Konvektion abgibt. Ein K. benötigt zur Bereitstellung der Nennwärmeleistung eine hohe Vorlauftemperatur und eignen sich daher nicht in einem Niedertemperatur-Heizsystem.

Kraft-Wärme-Kopplung

Mit K. ist die kombinierte (gekoppelte) Erzeugung von Strom und Wärme in einem Prozess mit einem Blockheizkraftwerk (BHKW) gemeint. Erzeugt werden kann Strom und Wärme im Prinzip aus allen Brennstoffen. Bei Klein-BHKW kommen vorwiegend flüssige und gasförmige Brennstoffen zum Einsatz.

Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz

Das am 1. April 2002 in Kraft getretene „Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und
den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung“ fördert neben Brennstoffzellen den Bau neuer
Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Bei der Erzeugung von Strom (Kraft) wird gleichzeitig
Wärme produziert (Wärme), die nicht vernichtet, sondern zu Heizzwecken genutzt wird.

Kurzschluss-Strom

Ein K. fließt, wenn die Pole einer Stromquelle (z. B. Plus- und Minuspol einer Batterie) kurzgeschlossen, also ohne Verbraucher verbunden werden. Auch bei Solarzellen fließt ein K., dessen Höhe durch die Klemmenspannung und den Innenwiderstand bestimmt wird (Qualitätsparameter).

Kurzschlussstrecke

Eine K. wird in einer Einrohrheizung benötigt, damit das Heizungswasser bei zugedrehtem Themostatventil am Heizkörper vorbei fließen und den folgenden Heizkörper mit Heizwasser versorgen kann. Voraussetzung dafür ist die Installation eines Zweiwegeventiles. Eine K. kann man auch als Bypass oder Weiche bezeichnen.

Kältebrücke

Der Ausdruck K. wird verwendet, um sehr gut wärmeleitende Abschnitte von Bauteilen und Konstruktionen zu beschreiben. Da es sich aber um einen Wärmeabfluss und nicht um einen Kältezufluss handelt, ist es physikalisch exakter, von einer Wärmebrücke zu sprechen.

Kälteleistung

Die K. entspricht dem Wärmestrom, der einer Wärmequelle (z. B. dem Erdreich) infolge Verdampfung des Arbeitsmediums einer Wärmepumpe entzogen wird.

Körperschall

Schall wird nicht nur auf dem Luftweg, sondern auch durch Leitung in festen Stoffen, also Körpern, weitergeleitet. Es ist zur Verringerung der Lärm- bzw. Geräuschbelastung daher auf die Unterbrechung der Schallübertragungswege zu achten. Die Weiterleitung von K. kann z.B. durch Trittschalldämmung unter schwimmenden Estrichen und Randdämmstreifen oder durch federnde Aufhängung bzw. flexible Anschlussstücke von Umwälzpumpen und Ventilatoren in Lüftungsanlagen unterbunden werden.

k-Wert

neue Bezeichnung: U-Wert

kWh

Eine kiloWattstunde = 1000 Wh (Wattstunde) = 3,6 MJ (MegaJoule) = 860 kcal; gebräuchliche Einheit für die Energie- oder Wärmemenge; Eine kiloWattstunde Wärme entspricht der gleichen Energiemenge wie eine kWh Strom, allerdings in einer anderen Energieform. Wird Strom in Wärme umgewandelt, z. B. in einem Tauchsieder, wird aus einer kWh Strom genau eine kWh Wärme.

kWp

(kiloWattpeak)peak: engl. Spitze, maximale Leistung eines Solarstrommoduls; Die peak-Leistung wird unter Standard-Testbedingungen ermittelt (Einstrahlungsstärke der Sonne 1000 W/m², 25 °C Solarzellentemperatur). In der Praxis liegt die maximale Leistungsabgabe etwa 10 % unter der peak-Leistung. Zusätzlich entstehen Verluste durch die Verschaltung mehrerer Solarzellen und Solarstrommodule.

kalte Verbrennung

Die kalte oder katalytische V. ist eine Oxidation mit Hilfe eines Katalysators, die weit unterhalb der Temperatur der sichtbaren Flamme verläuft. Der Vorteil ist die geringe NOx-Emission (Stickoxide) sowie der geringe Wärmeverlust. Anwendung findet die k.V. z.B. in der Brennstoffzelle.

katalytische Verbrennung

kalte Verbrennung