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Start - Heizungs-Lexikon - L

LAS-System

Luft-Abgas-System

Ladepumpe

Eine L. (auch Brauchwasser- oder Boilerladepumpe genannt) wird benötigt, um in Heizungsanlagen mit Warmwasserbereitung heißes Heizkesselwasser durch den Wärmetauscher eines Warmwasserspeichers (Boiler) zu fördern. Sie schaltet sich auf Anforderung ein und wieder aus, wenn die Zieltemperatur im Wasserspeicher erreicht ist.

Laderegler

Ein L. ist eine elektronische Baugruppe, die zwischen den Ausgang von Solarstrom-Modulen und den Akkumulator geschaltet wird. Der L. hat die Aufgabe, die Beladung des Akkumulators zu überwachen, um seine optimale Lebensdauer zu sichern. Er sorgt für ständiges Nachregeln (tracking) der Leistungsentnahme um den MPP-Punkt herum. Der L. schützt außerdem den Akkumulator vor zu tiefer Entladung (Lebensdauerverkürzung durch Tiefentladung), in dem er den Verbraucher bei Unterschreitung einer bestimmten Klemmenspannung abschaltet.

Lambda-Regelung

Die Höhe des Luftüberschusses für eine möglichst effektive Verbrennung (vollständige Verbrennung) wird mit Hilfe Lambda-Sonde erfasst und die Luftmenge entsprechend korrigiert.

Lambda-Steuerung

Bei modernen Heizkesseln wird die Feuerungsregelung über eine Lambdasonde gesteuert.
Sie misst den Restsauerstoffgehalt im Abgas. Bei Abweichungen vom Idealwert wird die
Luftzufuhr so verändert, dass wieder optimale Verbrennungsergebnisse und somit höchste
Brennstoffausnutzung und geringste Schadstoffemissionen erreicht werden.

Lambda-Wert

1. Der L. gibt in der Heiztechnik die Höhe des Luftüberschusses, bezogen auf eine vollständige Verbrennung , an. Bei Lambda 1 werden genau so viele Sauerstoffatome herangeführt wie nötig.
2. Der L. gibt in der Bauphysik die Wärmeleitfähigkeit von Baustoffen (W/mK) an. Dämmstoffe werden in eine Wärmeleitfähigkeitsgruppe eingeordnet.

Latentwärmespeicher

Ein L. ist ein Speicher, der die Wärme mit einer Temperatur nahe der Zustandsänderung eines Speichermediums einlädt. Es kann eine größere Wärmemenge als in einem bei gleichem Volumen mit Wasser gefüllten Speicher gespeichert werden. Als Materialien für L. eignen sich Eis, spezielle Salze oder Paraffine.

Leerlaufspannung

Höhe der Spannung zwischen Plus-, und Minuspol einer Stromquelle (z. B. Solarmodul), wenn kein Verbraucher angeschlossen ist.

Legionellen

Die legionella pneumophila ist ein Bakterium, welches fast in jedem Wasser in kleinen Konzentrationen vorkommt. Es gilt als Verursacher der sogenannten Legionärskrankheit. L. vermehren sich bei Temperaturen um 30 °C bis 40 °C in stehendem Wasser (z.B. im Warmwasserspeicher). Oberhalb von 55 °C stirbt der Erreger jedoch schnell ab. Legionellenhaltiges Wasser kann nach heutigem Erkenntnisstand unbedenklich getrunken werden. Wird der Erreger jedoch über feinste Wassertröpfchen (Aerosole, z. B. durch feinverstäubende Duschköpfe) eingeatmet, können fiebrige Atemwegserkrankungen auftreten, die im schlimmsten Fall bis zum Tod führen.

Leistung

Die L. ist die pro Zeiteinheit umgesetzte oder verbrauchte Energiemenge (Wärme oder Strom). Die Einheit der L. ist das Watt (Kurzzeichen W, 1000 W = 1 kW - ein kiloWatt). Die in Anspruch genommene oder abgegebene Leistung ergibt sich, indem die verbrauchte Energiemenge (angegeben in kWh ) durch die Zeit (in Stunden h) dividiert wird. Ein Heizgerät hat eine Leistung von 1 kW, wenn es in einer Stunde bei ununterbrochenem Betrieb 1 kWh verbraucht.

Leistungsaufnahme

Bei Stromanwendungen stellt die L. die vom elektrischen Versorgungsnetz aufgenommene Leistung in Watt (W) dar. Die elektrische Leistung ist das Produkt aus Spannung (Volt) und Stromstärke (Ampere) . Wird ein Gerät, z.B. ein Tauchsieder, angeschlossen (230 Volt) wird bei einer Stromstärke von 4,35 Ampere eine Leistung von 1000 Watt = 1 kW (kiloWatt) aufgenommen.

Leistungspreis

Der L. auch als Grundpreis bezeichnet wird für eine vom Versorger (Fernwärme, Gas, Strom) bereitgestellte Leistung entrichtet, z. B. in Euro je kW und Monat. Der L. wird auch dann in voller Höhe fällig, wenn vom Abnehmer keine Entnahme (Wärme, Gas, kWh) aus dem Netz erfolgte, aber hätte erfolgen können, die Leistung seitens des Versorgers also erbracht worden war.

Leistungszahl

Die Leistungszahl gibt das Verhältnis von abgegebener Heizleistung und zugeführter Antriebsleitung einer Wärmepumpe an. Die Leistungszahl ist ein Momentanwert und kann nur für einen bestimmten Betriebszustand angegeben werden. Aussagefähiger ist die Arbeitszahl, noch besser die jahresarbeitszahl.

Leitungswärmeverlust

Der L. weist alle Wärmeverluste der Rohrleitungen auf dem Weg zwischen Wärmerzeuger oder Speicher zu den Heizkörpern bzw. Zapfstellen aus. Die Rohrwärmeabgabe und damit der L. ist abhängig von der Oberflächentemperatur , dem Durchmesser, der Rohrleitungslänge und der Wärmedämmung der Rohre. Der L. lässt sich durch sorgfältige Wärmedämmung der Rohrleitungen deutlich mindern.

Luft

chemische Zusammensetzung: ca. 78 Stickstoff, 21 Sauerstoff, 0,03 % Kohlendioxid, Rest Edelgase

Luft-Abgas-System

Das L. (LAS) ist eine Einrichtung zum Abführen der Abgase bei gleichzeitiger Heranführung von Verbrennungsluft für raumluftunabhängig betriebene Feuerstätten. In einem Rohr von 70 bis 80 mm Durchmesser wird das Abgas vom Heizgerät (Kessel, Therme) abgeführt. Dieses Rohr wird von einem weiteren Rohr mit 100 bis 130 mm Durchmesser umschlossen, welches die Verbrennungsluft in umgekehrter Richtung zum Abgas an die Feuerstätte heranführt. Durch den Gegenstrom von heißem Abgas und kalter Verbrennungsluft wird Wärme vom Abgas auf die Verbrennungsluft übertragen, was den Feuerungswirkungsgrad verbessert.

Luft-Luft-Wärmetauscher

Ein L. wird vor allem in Gerätekonzepten zur kontrollierten Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung eingesetz. Die Abluft gibt im L. ihre gespeicherte Wärme an die noch kalte Zuluft ab, in dem beide Luftströme - durch ein wärmeleitendes Material getrennt - aneinander vorbeigeführt werden (Kreuzstromwärmetauscher, Kanalwärmetauscher).

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Die L. ist eine Wärmepumpe, die Wärme der Umgebungsluft (innerhalb oder außerhalb des Hauses) entzieht und an Wasser für die Beheizung oder Warmwasserbereitung übergibt.

Luft-Wasser-Wärmetauscher

Ein Luft-Wasser-Wärmetauscher übergibt Warmluft an kühleres Wasser oder Heizungswasser Wärme an die Umgebungsluft. Beide Medien sind durch ein wärmeleitendes Material getrennt.

Luftdichtheit

Ein Gebäude sollte zur Vermeidung von Energieverlusten, zur Verhinderung von Bauschäden und Behaglichkeitsdefiziten dauerhaft luftdicht errichtet sein. Diese Forderung bezieht sich vor allem auf die Luftdichtheit von wärmegedämmten Dächern, von Innendämmungen, den Einbau von Fenstern und Türen, sowie Durchdringungen aller Art.

Luftdichtheitsebene

Die Luftdichtheitsebene ist eine den Lufttransport unterbrechende Ebene, die z.B. durch eine Schicht aus beschichteten Papieren oder Folien gebildet wird. Die Luftdichtheitsebene wird auf der warmen Seite einer Wärmedämmung angebracht und erfüllt oftmals zugleich die Aufgabe einer Wasserdampfbremse. Bei sorgfältiger und lückenloser Verlegung sichert die Luftdichtheitsebene eine bauschadensfreie Wärmedämmung im Dach oder an der Innenseite von Außenwänden.

Luftdichtheitstest

Ein Luftdichtheitstest wird zur Überprüfung der Luftdichtheit eines Gebäudes bzw. einer Wohnung durchgeführt. Eine zertifizierte Methode ist die so genannte Blower-Door-Methode. Dabei wird das Gebäude in eine Situation versetzt, die einer Windbelastung mit Stärke 6 entspricht. Mit Hilfe spezieller Messtechnik lassen sich die Dichtheit bzw. die Fehlstellen sowohl quantitativ als auch qualitativ ermitteln.

Luftfeuchtigkeit

Luft kann Wasserdampf in bestimmten Mengen aufnehmen. Die maximal aufnehmbare Wasserdampfmenge hängt von der Temperatur der Luft ab und wird durch die Sättigungsgrenze bestimmt. Man unterscheidet die relative Luftfeuchtigkeit in % und die absolute Luftfeuchtigkeit in g/m³.

Luftheizung

Eine Luftheizung überträgt Wärme ausschließlich mit erwärmter Luft. Die Deckung der Heizlast wird mit der Zufuhr erwärmter Zuluft erzielt, weshalb ein entsprechendes Kanalsystem zum Transport der Luft notwendig ist. Eine Kombination mit Systemen zur Be- und Entlüftung in Kombination mit Wärmerückgewinnung ist möglich. In sehr gut gedämmten Niedrigenergiehäusern können Luftheizungen interessant sein.

Luftschadstoffe

Luftschadstoffe sind Stoffe, die entweder durch menschliche Tätigkeit in die Umgebungsluft abgegeben werden oder durch natürliche Vorgänge entstehen und dabei zu einer Beeinträchtigung der Gesundheit des Menschen bzw. der Umwelt führen.

Luftschall

Die Schallausbreitung erfolgt durch schwingende Luft kann durch ein Bauteil mehr oder weniger gedämpft werden.

Luftundichtheit

Eine Luftundichtheit führt zu erhöhtem Energieverbrauch, einer Beeinträchtigung der Behaglichkeit sowie einer vergrößerten Gefahr der Belastung durch Fasern. Es gibt sowohl gewollte (z.B Lüftungsventile) als auch ungewollte Luftundichtheiten (z.B. Baumängel).

Luftwechsel

Luftwechsel sind erforderlich, damit die Raumluft zur Sicherung einer hygienische Luftqualität in bestimmten Abständen ausgetauscht oder erneuert wird. Wie oft die Luft pro Stunde ausgewechselt wird, gibt die Luftwechselrate an.

Luftwechselrate

Die Luftwechselrate beziffert, wie oft die Luft in einem Raum pro Stunde komplett ausgetauscht wird. Für eine hygienische Luftqualität ist eine Luftwechselrate von 0,5 bis 1, je nach Nutzung, Belastung und Raumgröße, erforderlich.

Luftüberschuss

Die für eine vollständige Verbrennung erforderliche Luftmenge muss in der Praxis stets größer als die theoretisch errechnete Mindestluftmenge sein. Für Gas- und Öl-Brenner wird der Luftüberschuss nach den ermittelten Abgaswerten eingestellt.

Längenausdehnungskoeffizient

Der Längenausdehnungskoeffizient ist ein Materialkennwert der angibt, wie groß die Längenveränderung eines Materials bei Anstieg oder Absinken der Temperatur ist. Alle Materialien dehnen sich bei Erwärmung unterschiedlich stark aus, was dazu führt, dass z. B. Fugenabrisse an Fensterrahmen entstehen oder Rissbildungen an der Oberfläche eines Wärmedämm-Verbundsystems entstehen.

Lüftungswärmebedarf

Der Lüftungswärmebedarf ist die Wärmemenge, die bei einem hygienisch notwendigen Luftwechsel zur Erwärmung der zugeführten Frischluft erforderlich ist.

Lüftungswärmeverlust

Der Lüftungswärmeverlust stellt jene Wärmemenge dar, die in der Praxis durch Lüftungsvorgänge, Undichtheiten oder Schornsteinzug mit der Abluft aus dem Haus entweicht. Bei undichten Fenstern und Ofenheizung ist der Lüftungswärmeverlust meist größer als der Lüftungswärmebedarf und bei hoher Luftdichtheit ist es oft umgekehrt.

latente Wärme

Die l.W. ist jene Wärmemenge, die einem Stoff zugeführt werden kann, ohne dass dieser dabei seine Temperatur ändert. Dieses Phänomen ist beim Übergang des Stoffes in einen anderen Aggregatzustand zu beobachten (z. B. Wasser zu Wasserdampf). Die l.W., die im Wasserdampf enthalten ist, kann man durch Kondensation zurückgewinnen (genutzt bei einem Brennwertheizgerät , Brennwertkessel). Die l.W. und die fühlbare Wärme bilden den gesamten Energieinhalt eines Brennstoffes.