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SOFC-Brennstoffzelle

Die Festoxidbrennstoffzelle Solid Oxide Fuel Cell (SOFC) arbeitet bei Temperaturen von 900 bis 1000°C. Sie besitzt einen Elektrolyten aus Keramik. Durch die hohe Betriebstemperatur kann das Brenngas innerhalb der Zelle reformiert werden. An die Reinheit des Brenngases werden keine hohen Anforderungen gestellt. Festoxidbrennstoffzellen eignen sich für den mobilen Einsatz und für stationäre Anlagen zur Hausenergieversorgung.

STC (Standard Test Conditions)

Standardbedingungen, unter denen die elektrischen Kenndaten eines Solarstrommoduls
gemessen werden, um die Produkte verschiedener Hersteller vergleichbar zu machen.
Die Standardtestbedingungen für Solarmodule sind: eine Einstrahlung von 1000Watt/m2,
eine Solarzelltemperatur von 25 °C und ein Air Mass von 1,5.

Sauerstoffdiffusion

Die Sauerstoffdiffusion ist die Ursache für das Eindringen von Sauerstoff in das Heizwasser geschlossener Heizungsanlagen. Sie erfolgt durch Materialien, die nicht 100% sauerstoffdicht sind. Das sauerstoffangereicherte Heizungswasser wirkt korrosiv auf alle Stahlteile im Heizungskreislauf und führt in der Folge zu einer Verschlammung der Rohre, was vor allem bei älteren Fußbodenheizungen ein Problem war. Abhilfe schafft eine Systemtrennung durch einen Wärmetauscher oder das Beimischen eines Inhibitors. Heute verwendete Kunststoffrohre besitzen eine Diffusionssperre aus Aluminium bzw. sind so behandelt, dass sie als diffusionsdicht gelten.

Sauerstoffgehalt

Die Ermittlung des Sauerstoffgehalts im Abgas dient der Bestimmung des Abgasverlustes und ist zeitgleich an derselben Stelle mit der Ermittlung der Abgastemperatur vorzunehmen.

Schalldämm-Maß

Das Schalldämm-Maß charakterisiert die Dämpfung des Schalls durch ein Bauteil. Ein resultierendes Schalldämm-Maß von Außenwand-Bauteilen ist nach DIN 4109 einzuhalten. Die Anforderungen sind abhängig von 7 Lärmpegelbereichen.

Schallschutz

Ein guter Schallschutz verhindert die Ausbreitung von Luftschall und Körperschall.
Die Regelung von schallschutztechnischen Anforderungen erfolgt durch die DIN 4109.

Schallschutzklasse

Die Anforderungen an die Schalldämmung sind nach der VDI-Richtlinie 2719 in sechs S. unterteilt. Maßgeblich ist das bewertete Schalldämm-Maß z.B. des Fensters im funktionstüchtig eingebauten Zustand. Für Neubauten ist jedoch nach DIN 4109 (Schallschutz im Hochbau) ein resultierendes Schalldämm-Maß einzuhalten.

Schaumglas

Schaumglas ist ein formstabiler, wasserunempfindlicher und als Platte wasserdampfdichter Dämmstoff, der für erdreichberührende Dämmungen gut geeignet ist. Er wird auch für Flachdachdämmungen und Innendämmungen verwendet. Die Herstellung von Schaumglas erfolgt vorwiegend aus Altglas bzw. natürlichen, nahezu unbegrenzt vorkommenden Rohstoffen (Sand, Dolomit, Kalk). Rohglas wird gemahlen, mit Kohlenstoff vermischt, erhitzt und geschmolzen; bei der Verbrennung des Kohlenstoffes bilden sich Gasblasen, die das Glas aufschäumen; es bilden sich völlig geschlossene Glaszellen, in denen neben Kohlenstoffdioxid auch Schwefelwasserstoff enthalten ist, weshalb Schaumglas beim Brechen nach faulen Eiern riecht.

Schichtenspeicher

Bei einem Schichtenspeicher für Warmwasser- oder Heizungswasser wird durch eine besondere Konstruktion oder den Einsatz von Wärmetauschern erreicht, dass Wasser sich entsprechend seinem Temperaturniveau im Speicher in unterschiedlicher Höhe "einschichtet". So kommt es nicht zur Durchmischung von Wasser auf eine insgesamt niedrigere Durchschnittstemperatur.

Schimmelpilz

Beim Schimmelpilz handelt es sich Mikroorganismen, die kein Chlorophyll besitzen und daher auch keine Substanzen durch Photosynthese bilden. Die Existenz der Schimmelpilze beruht auf dem Abbau toter organischer Materie. Sie bilden eine riesige Gruppe verschiedener Arten mit sowohl "guten" als "schlechten" Eigenschaften. Schimmelpilze und ihre Sporen findet man überall und bei Vorhandensein bestimmter Bedingungen (Feuchtigkeit, Nahrungsgrundlage) kommt es auch auf Baustoffen zum Wachstum spezifischer Arten.

Schlagregenschutz

Ein gut ausgebildeter Schlagregenschutz schützt Bauteile vor einer Durchfeuchtung durch Regen. Mit Hilfe einer wasserabweisenden Schicht oder einem ausreichenden Dachüberstand wird erreicht, dass Regen nicht auf das Bauteil gelangt oder es durchfeuchtet.

Schornsteinfegerprotokoll

Ein Schornsteinfegerprotokoll, oder auch Abgasprotokoll, erhält man einmal jährlich vom Schonsteinfeger für die Messungen an einem Gas-, Öl- oder Festbrennstoffkessel. Die Daten des Schornsteinfegerprotokolls geben Auskunft über die Güte der Verbrennung sowie über mögliche Verbesserungen. Geregelt ist die Messung des Abgasverlustes in der Kleinfeuerungsanlagenverordnung. Konkrete Tätigkeiten regeln die Bundesländer in der Kehr- und Überprüfungsordnung. Die Gebühren dafür sind in der Kehr- und Überprüfungsgebührenordnung festgelegt.

Schornsteinkopf

Der Schornsteinkopf ist der aus der Dachkonstruktion herausragender Teil des Schornsteins, der besonderen Beanspruchungen ausgesetzt ist.

Schornsteinversottung

Schornsteinversottung ist die fortschreitende Zerstörung des Mauermörtels sowie der Steine eines Schornsteines durch Einwirkung von schwefelsaurem Kondensat.

Schwefeldioxid

Schwefeldioxid (SO2) ist ein farbloses Gas mit stechendem, stark reizendem Geruch. Schwefeldioxid entsteht bei der Verbrennung von schwefelhaltigen Brennstoffen, wie Kohle, Heizöl, Diesel. Es reagiert mit Wasser zu Schwefelsäure, die zur Schornsteinversottung sowie in Verbindung mit Stickstoffoxiden zu Umweltschäden (Saurer Regen) und gesundheitlichen Beeinträchtigungen (Smog, Atemwegserkrankungen) führen kann.

Schwefelsäuretaupunkt

Das Abgas einer mit schwefelhaltigen Brennstoffen gefeuerten Feuerstätte enthält neben Kohlendioxid und Wasserdampf auch Schwefeldioxid. Durch Abkühlung dieses feuchten Abgases tritt die Bildung von Schwefelsäure auf, sofern die Taupunkttemperatur von etwa 120 °C unterschritten wird. Die agressive Wirkung der Schwefelsäure führt zur gefürchteten Schornsteinversottung. Bei einer höheren Abgastemperatur ab etwa 140 °C tritt das für die Bildung der Schwefelsäure verantwortliche Schwefeldioxid gasförmig auf und bleibt dabei unschädlich für den Abgasweg. Eine feuchteunempfindliche Abgasleitung für ein Brennwertheizgerät ist davon nicht betroffen.

Schwerkraftbremse

Die Schwerkraftbremse ist eine Einrichtung in einer Heizungs-, Warmwasser- oder Solaranlage, die einen Eigenauftrieb von warmem Wasser unterbindet. Die Schwerkraftbremse besteht im Wesentlichen aus einem Zylinder, in dem ein durch eine Feder gehaltener Teller die Ventilöffnung im Normalzustand abschließt. Ist die Pumpe im Betrieb, reicht der Pumpendruck aus, um die Federkraft zu überwinden wodurch das Wasser am zurückfedernden Teller vorbei strömt.

Schwerkraftheizung

Die Schwerkraftheizung ist eine Warmwasser-Zentralheizung, bei der die notwendige Zirkulation des Heizungswassers allein durch den Dichteunterschied von warmem und kaltem Wasser zustande kommt. Da warmes Wasser leichter ist als kaltes, steigt das vom Heizkessel erwärmte Wasser im Heizungsvorlauf nach oben und verdrängt das kalte Wasser im Rohr und in den Heizkörpern. In den Heizkörpern kommt es zur Wärmeabgabe. Die damit verbundene Abkühlung macht das Heizungswasser schwerer, so dass es über den Rücklauf zum Heizkessel zurück fließt, wodurch eine Umwälzpumpe nicht benötigt wird. Eine Schwerkraftheizung erfordert eine sorgfältige Berechnung der Rohrquerschnitte sowie eine funktionsgerechte Verlegung der Rohre.

Sekundärenergie

Mit Sekundärenergie ist der Energiegehalt von Energieträgern gemeint, die durch Umwandlung oder Veredelung von Primärenergieträgern entstanden bzw. gewonnen wurden.

Sekundärenergieträger

Die Sekundärenergieträger entstehen durch Veränderung von Primärenergieträgern.

Serto- Verschraubung

Zur dauerhaft beständigen und dichten Verbindung von Rohren wurde die Serto- Verschraubung entwickelt.
Die Firma Weishaupt setzt für seine Solarkollektoren maschinell vormontierte Serto- Klemmring- Verschraubungen ein.
Sie sind metallisch dichtend und kommen ohne jegliche Gummidichtungen aus.
Sichere und schnelle Verbindungen sowie Anschlüsse sind garantiert.

Sicherheitstemperaturbegrenzer

Der Sicherheitstemperaturbegrenzer ist eine Sicherheitseinrichtung in Heizkesseln oder Thermen, die bei Überschreiten einer bestimmten oberen Temperaturgrenze (z. B. 80 °C) den Brenner des Heizgerätes abgeschaltet. Bei Festbrennstoffkesseln wird die Funktion von der thermischen Ablaufsicherung übernommen.

Simultanverbrennung

Ist die Anwendung bei dem zwei oder gar drei unterschiedliche Brennstoffe gleichzeitig verbrannt werden können. Dafür benötigt man ein modernes digitales Feuerungsmanagement.
Zum Einsatz kommen bei diesen Simultanverbrennungen flüssige und gasförmige biogene Brennstoffe zum Beispiel: Rapsöl, Biogas, Klärgas, Glycerin oder Tierfette.
So kann der Verbrauch von fossilen Brennstoffen reduziert werden.

Solararchitektur

Mit Solararchitektur wird ein Gestaltungsprinzip bezeichnet, welches beachtet, das die Konstruktion und Ausrichtung eines Hauses über die Nutzung der Solarstrahlung für Raumheizung in der Übergangszeit und im Winter entscheidet. Für die Solararchitektur sind Fenster, Fenstertüren und andere transparente Flächen sowie deren Ausrichtung zur Sonne von besonderer Bedeutung.

Solarer Deckungsgrad

Gibt an, wie viel Prozent des jährlichen Energiebedarfs durch die Solaranlage gedeckt werden.

Solarflüssigkeit

Die Solarflüssigkeit ist der Wärmeträger (meist Wasser) in Solarwärmeanlagen. Die Solarflüssigkeit erwärmt sich in den Absorberkanälen eines Solarkollektors und gibt diese Wärme im Wärmetauscher eines Wasserspeichers wieder ab. Die Solarflüssigkeit wird mit einem lebensmittelverträglichen Frostschutzmittel versetzt, um die Einfriergefahr im Winter (bis -25 °C) zu beseitigen.

Solargenerator

Gesamtheit aller Solarmodule einer Photovoltaik- Anlage.

Solarkollektor

Der Solar- oder Sonnenkollektor ist wichtigster Bestandteil einer Solarwärmeanlage (Warmwasserbereitung bzw. Lufterwärmung). Der Solarkollektor nimmt direkte und diffuse Solarstrahlung auf und wandelt sie mit dem im Inneren des Kollektors befindlichen Absorber in nutzbare Wärme (Warmwasser, Warmluft) um. Man unterscheidet hauptsächlich den Flachkollektor und den Vakuumröhrenkollektor.

Solarregler

Regelt vollautomatisch die Solaranlage, indem er über Fühler die Temperaturen im Kollektor und Speicher misst. Sobald die Temperatur am Kollektor die Temperatur am Speicher um einige Grad übersteigt, schaltet die Regelung die Solarkreisumwälzpumpe ein und die im Kollektor aufgenommene Wärme wird über die Wärmeträgerflüssigkeit in den Speicher transportiert.

Solarstrahlung

Die Solarstrahlung ist die von der Sonne in den Weltraum ausgehende Energie. Sie entsteht infolge der Kernfusion im Sonneninneren. Die auf die Erde auftreffende durchschnittliche Solarstrahlungsleistung beträgt 1.000 W/m². Die in Mitteleuropa auftreffende und damit theoretisch nutzbare Energiemenge macht etwa 1000 kWh/m² im Jahr aus. Man unterscheidet direkte Strahlung und diffuse Strahlung.

Solarstrommodul

Das Solarstrommodul ist das wesentliche Bauelement von Solarstromanlagen. Das Modul besteht aus einer Zusammenschaltung mehrerer Solarzellen, die in einem luft- und witterungsdichten Gehäuse eingschlossen sind. Die Solarzellen wandeln Licht in elektrische Energie um. Die abgebene Spannung ist eine Gleichspannung. Solarstrommodul gibt es in verschiedenen Ausführungen,Größen sowie für spezielle Gestaltungen auch in unterschiedlichen Farben.

Solarthermie

Mit Solarthermie bezeichnet man das Umwandeln von Solarstrahlung in Wärme mit Solarkollektoren zur Warmwasserbereitung, Heizungsunterstützung, Schwimmbaderwärmung oder Lufterwärmung.

Solarzelle

Die Solarzelle ist der Grundbaustein der Stromerzeugung aus der Sonnenenergie. Die Solarzelle besteht aus lichtempfindlichen Halbleitern (meist Silizium), die beim Auftreffen von Licht eine Gleichspannung von maximal 0,7 Volt abgeben können. Mehrere Solarzellen werden zu einem Solarstrommodul verschaltet, wodurch sich eine höhere Spannung ergibt. Man unterscheidet monokristalline, polykristalline sowie amorphe Zellen.

Sole

Frostschutzgemisch mit dem Sole-/Wasserwärmepumpenanlagen und Solaranlagen befüllt
sind, um Eisbildung im System zu verhindern.

Soleflüssigkeit

Die Soleflüssigkeit, oder auch Solarflüssigkeit, ist ein Gemisch aus Wasser und einem Frostschutzmittel. Dieses Gemisch wird als Wärmeträger in Wärmepumpenanlagen oder Solarwärmeanlagen verwendet.

Sommersmog

Der Sommersmog entsteht bei starker Sonneneinstrahlung durch fotochemische Reaktionen von Stickstoffoxiden und flüchtigen Kohlenwasserstoffen. Dabei entstehen Stoffe, die als Fotooxidantien bezeichnet werden, wie z.B. Ozon.

Sonnenkollektor

Bauteil, das zum Sammeln und Umwandeln der Sonneneinstrahlung in Wärme genutzt
wird. Erhältlich als Flachkollektor, Röhrenkollektor, Luftkollektor und Schwimmbadabsorber.

Sorption

Mit Sorption wird die Aufnahme eines Gases oder gelösten Stoffes durch einen anderen festen oder flüssigen Stoff bezeichnet. Die Sorptionsfähigkeit ist ein Qualitätsmerkmal von Bau- und Dämmstoffen.

Spannung

Die Spannung gibt die Ladungsdifferenz zwischen zwei Polen an.
Man unterscheidet zwischen Gleichspannung (Batterie, Betriebspannung im Computer, Solarstrommodul) und Wechselspannung (Steckdose, Dynamo).

Maßeinheit: Volt (V)
Formelzeichen: U

Spreizung

Die Spreizung bezeichnet in der Regelungstechnik von Heizungsanlagen die Temperaturdifferenz zwischen der Vorlauftemperatur und der Rücklauftemperatur des Heizungswassers.

Standard-Heizkessel

Mit Standard-Heizkessel sind Konstanttemperatur-Heizkessel gemeint, die über das Jahr mit einer konstanten Kesselwassertemperatur betrieben werden. Sie sind in Europa zugelassen, aber sind wegen ihres schlechten Nutzungsgrades für den Neubau nicht geeignet. Bessere Alternativen sind Niedertemperatur-Heizkessel oder Brennwert-Heizkessel.

Steinkohleeinheit

Die Steinkohleeinheit (SKE) ist ein älteres Maß für den Energieinhalt fossiler Brennstoffe. Dabei werden die Energieinhalte verschiedener Brennstoffe auf den Heizwert von Steinkohle bezogen. Ein kg Heizöl entspricht 1,44 kg SKE, ein Kubikmeter Erdgas entspricht 1,33 kg SKE und eine kWh Strom entspricht 0,123 kg SKE.

Steinwolle

Steinwolle ist eine andere Bezeichnung für Mineralwolle. Dieser Dämmstoff besteht aus verfilzten Fasern, die aus verschiedene Gesteinsarten (z.B Feldspat, Kalkstein, Diabas, Dolomit, Basalt) und teilweise auch geschmolzenes Altglas, schleudern und verfasern gewonnen werden.

Stickstoffoxide

Stickstoffoxide entstehen in mehr oder weniger hoher Konzentration bei Verbrennungsprozessen in Heizkesseln und Motoren, besonders bei hohen Temperaturen. Mit höherwertigen Kohlenwasserstoffen bilden sie unter Sonneneinstrahlung Ozon. In Verbindung mit Wasserdampf können Säuren entstehen (Saurer Regen). Die Einhaltung einer maximaler Stickstoffoxidkonzentration im Abgas wird daher in der Bundesimmissionsschutzverordnung geregelt.

Stillstandstemperatur

Die Stillstandstemperatur, oder auch Stagnationstemperatur, ist die Temperatur im Solarkollektor, die bei Stillstand des Solarkreislaufes und voller Sonneneinstrahlung maximal auftritt. Bei Flachkollektoren erreicht die Stillstandstemperatur etwa 160 °C und bei Vakuumröhrenkollektoren etwa 400 °C.

Stirlingmotor

Ein Stirlingmotor kann Wärme unmittelbar in eine Kraftwirkung umsetzen und besitzt dazu mindestens jeweils einen Kolben und einen Zylinder, der mit einer externen Wärmequelle aufgeheizt wird. Die Drehbwegung wird wie bei einem Diesel- oder Otto-Motor mittels Kurbelwelle erzeugt. Dabei können theoretisch alle Energieträger zum Einsatz kommen.

Stoßlüftung

Die Stoßlüftung ist ein kurzer Lüftungsvorgang mit raschem, intensiven Luftwechsel.
Die Voraussetzung dafür sind weit geöffnete Fenster, wobei im Winter 5 Minuten zum Lüftungsvorgang mit Stoßlüftung ausreichen. Wichtig ist, dass dieser Vorgang mehrmals am Tag (5-10 mal) durchgeführt wird.

Strahlungs-Gewinnkoeffizient

Der Strahlungs-Gewinnkoeffizient ist vom Strahlungsangebot der Sonne und der jeweiligen Himmelsrichtung abhängig. Der Strahlungs-Gewinnkoeffizient wird für die Berechnung des äquivalenten Wärmedurchgangskoeffizienten von Verglasungen benötigt.

Strahlungsleistung

Die Strahlungsleistung ist ein Begriff der Heiztechnik und erfolgt über die Wärmeabgabe eines Heizkörpers und Konvektion. Ein hoher Anteil der Wärmestrahlung von Heizquellen kann dem Entzug von Wärmestrahlung durch kältere Oberflächen entgegenwirken.

Strahlungsverlust

Der Strahlungsverlust entsteht bei Wärmeerzeugern durch Abstrahlung warmer Oberflächen in den Aufstellraum. Der Strahlungsverlust reduziert sich mit sinkender Kesselwassertemperatur und verbesserter Wärmedämmung des Kessels, sowie durch geringe Stillstandszeiten, sorgfältige Dimensionierung des Kessels und Leistungsmodulation.

Strahlungswärme

Strahlungswärme ist neben der Konvektionswärme ein Teil der empfundenen Wärme. Fehlt diese, kann auch bei normaler oder erhöhter Lufttemperatur die Behaglichkeit gestört sein.

Strahlungswärmeentzug

Der menschliche Körper strahlt an die umgebenden Flächen Wärme ab - und zwar um so mehr, je kälter diese Oberflächen sind. Dieser Wärmeentzug wird als kalt und unbehaglich empfunden, auch wenn die Temperatur der umgebenden Luft relativ hoch ist. Die Kompensation des Strahlungswärmeentzug ist eine wichtige Maßnahme zum Erzielen optimaler Behaglichkeit. Die Kompensation kann durch zielgerichteten Einsatz von Heizkörpern erfolgen. Da Wärmestrahlung eine gerichtete Größe ist, muss die sichtbare Fläche des Heizkörpers möglichst groß sein und darf nicht durch Einrichtungsgegenstände verdeckt werden.

Streustrahlung

siehe diffuse Strahlung.

Strom

Strom ist der Fluss von Ladungsträgern in einem elektrischen Leiter.
Durch einen eingeschalteten elektrischen Verbraucher, beispielsweise einer Glühlampe, fließt ein Strom. Der Strom wird angetrieben von der Spannung, die an den beiden Polen bzw. Kontakten des Verbrauches anliegt. Die Höhe des Strom ist abhängig von der Höhe der Spannung und dem elektrischen Widerstand.

Strom-Spannungs-Kennlinie

Die Strom-Spannungs-Kennlinie wiederspiegelt das charakteristische Verhalten einer bestimmten Spannung der Solarzelle bei Bestrahlung durch die Sonne.

Stromstärke

Die Stromstärke gibt die elektrische Ladungsmenge an, die in bestimmter Zeit durch einen elektrischen Leiter fließt.

Maßeinheit: Ampere (A)
Formelzeichen: I

Strömungssicherung

Die Strömungssicherung ist eine Sicherheitseinrichtung an atmosphärisch betriebenen Gas-Feuerstätten und dient der Verhinderung von Abgasstau in der Startphase, der Rückströmung von Abgasen sowie übermäßigem Zug (Wind). Die Strömungssicherung führt zur Dauerlüftung des Aufstellraumes bei entsprechenden Temperaturunterschieden.

Styrodur

Styrodur ist geschlossenzelliger Polystyrolschaum (XPS) mit geringer Wärmeleitfähigkeit. und ist gut geeignet zur Kelleraußenwanddämmung sowie die äußere Dämmung von Flachdächern.

Styropor

S. ist ein Dämmstoff aus Polystyrol-Partikelschaum, bekannt vom Einsatz als Verpackungsmaterial. S. eignet sich gut für die Außenwanddämmung, Innendämmung, Dachdämmung.

Sättigungsgrenze

Luft kann Wasserdampf bis zur Sättigung aufnehmen. Wird die S. überschritten, muss überschüssiger Wasserdampf als Kondensat ausgeschieden werden. Die S. ist temperaturabhängig.

solare Deckungsrate

Die solare Deckungsrate ist der Anteil am Gesamtenergiebedarf, der durch eine Solarwärmeanlage geliefert und genutzt wird.

solare Heizungsunterstützung

Eine Solarwärmeanlage kann auch zur Heizungsunterstützung genutzt werden, sofern entsprechender Wärmebedarf bei einem solaren Strahlungsangebot besteht und die Anlage dafür ausgelegt ist. Für Gebäude mit durchschnittlichen bis hohem Wärmebedarf ist es ökologisch und betriebswirtschaftlich jedoch sinnvoller in Wärmedämmmaßnahmen zu investieren, um Verluste zu reduzieren.

solarer Wärmegewinn

Mit solarer Wärmegewinn bezeichnet man jenen Wärmeertrag, der infolge der Sonneneinstrahlung durch Fenster bzw. Verglasungen gewonnen wurde.

sommerlicher Wärmeschutz

Ein guter sommerlicher Wärmeschutz gewährleistet auch bei starker Sonneneinstrahlung und hoher Außenlufttemperatur eine gedämpfte, moderate Erwärmung der Innenraumluft und damit ein akzeptables Raumklima. Der sommerliche Wärmeschutz. ist beispielsweise abhängig von konstruktiven Aspekten und den Materialeigenschaften.

spezifischer Wärmebedarf

Der spezifische Wärmebedarf ist der Nettowärmebedarf, der auf die beheizte Fläche oder den beheizten Raum bezogen wird. Der spezifische Wärmebedarf von Häusern, die nach der Energieeinsparverordnung gebaut werden, liegt etwa zwischen 70 und 110 kWh/m². Der Bedarf von Niedrigenergiehäusern liegt etwa zwischen 30 und 70 kWh/m².

stand by

Mit stand by bezeichnet man die Bereitschaftsschaltung eines elektrischen Gerätes. Elektronische Geräte verbrauchen auch im Bereitschaftsbetrieb, wenn auch wenig, Strom. In der Summe können erhebliche Strommengen zusammenkommen (5% bis 30% des Haushaltverbrauches).