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TRGI

TRGI ist die Abkürzung für Technische Regeln der Gas-Installation. Die Regeln gelten für die Planung, Erstellung, Änderung und Instandhaltung von Gasanlagen (außer Flüssiggas, eigene Regeln TRFG). Die Regeln werden bearbeitet und herausgegeben vom DVGW.

Taupunkt

Der T. ist ein temperaturabhängiger Zustand, bei dem Luft keinen Wasserdampf mehr aufnehmen kann, da die Sättigungsgrenze erreicht ist. Dies entspricht 100 % relative Luftfeuchte. Wird die Lufttemperatur verringert, z. B. durch Abkühlung an kalten Wänden, kondensiert Wasserdampf aus. Das ausgeschiedene Kondensat erhöht die Bauteil- und/oder die Oberflächenfeuchte. Bei Brennwertkesseln wird der Wasserdampftaupunkt bewusst unterschritten, um durch die Tauwasserbildung am Abgaswärmetauscher die Verdampfungswärme zurückzugewinnen.

Taupunkttemperatur

Sobald die Temperatur des Abgases in Abhängigkeit vom Brennstoff einen bestimmten Wert unterschreitet, wird der Wasserdampf im Abgas zu Kondenswasser umgewandelt. Diese freiwerdende Energie nutzt die Brennwerttechnik.

Tauwasser

T. (Kondenswasser, Kondensat) entsteht durch Kondensation von Wasserdampf bei Überschreitung der Sättigungsgrenze.

Temperaturdifferenz-Regelung

Eine Temperaturdifferenz-Regelung steuert die Umwälzpumpe in Solarwärmeanlagen. Ausgewertet wird die Temperaturdifferenz zwischen Solarkollektor und Warmwasserspeicher.
Beispiel: Erreicht die Temperaturdifferenz einen bestimmten Wert und ist die Temperatur am Solarkollektor höher als am Warmwasserspeicher, wird die Pumpe eingeschaltet und das im Solarkollektor befindliche warme Wasser wird zum Wärmetauscher des Warmwasserspeichers transportiert.

Temperaturschichtung

Die T. ist eine Folge des Dichteunterschiedes unterschiedlich warmem Wasser oder Luft. Wärmeres Wasser bzw. wärmere Luft ist leichter als kälteres Wasser bzw. kältere Luft. Unterschiedlich temperiertes Wasser befindet sich z.B. in einem Speicher auf verschiedenen Ebenen (in Schichten), sofern es nicht auf mechanische Art und Weise vermischt wird. Um möglichst hohe Erträge einer Solaranlage zu erzielen, ist eine Schichtung im Solarspeicher anzustreben (spezielle Schichtenspeicher).

Temperaturspreizung

Mit T. bezeichnet man die Temperaturdifferenz zwischen der Vorlauftemperatur und der Rücklauftemperatur des Heizungswassers.

Thermostatventil

Das T. ist ein Heizkörperventil zur automatischen Konstanthaltung einer am Ventil voreinstellbaren Raumtemperatur.

Tichelmann-Prinzip

Das T. ist eine bestimmte Art der Zusammenschaltung von Heizkörper, Wandheizungsregistern, Solarkollektoren oder Speichern. Das Prinzip besteht darin, dass das durchfließende Wasser überall die gleiche Weglänge zurücklegen muss (gleiche Rohrdurchmesser, gleiche Länge). In Folge dessen entstehen über jedem Element die gleichen Druckverluste, so dass alle Teile gleichmäßig durchströmt und warm werden oder aber gleichmäßig befüllt bzw. entladen werden (bei zusammengeschalteten Speichern).

Transformator

Mit Hilfe eines T. (Wandler) wird Wechselstrom hoher Spannung in eine niedrigere Spannung transformiert (umgewandelt). Der umgekehrte Weg ist auch möglich. Ein T. besteht im einfachsten Fall aus zwei Spulen (Kupferdrahtwicklungen) auf einem Eisenkern. Ein Stromfluß in einer Spule ruft durch Induktion eine Spannung in der anderen Spule hervor. Die Höhe der Spannung ist abhängig von der Anzahl der Windungen der Spule. T. werden mehr und mehr durch elektronische Lösungen ersetzt, die preiswerter, leichter und verlustärmer sind.

Transmissionsgrad

Der T. beschreibt die Lichtdurchlässigkeit der Abdeckung (Glasscheibe, Kunststoff) eines Solarkollektors. Der T. sollte möglichst hoch sein und ist ein wichtiger Qualitätsparameter von Solarkollektoren.

Transmissionswärmebedarf

Der T. ist die Wärmemenge, die dem Raum zugeführt werden muss, um die Wärmeverluste infolge Wärmeleitung (Transmissionswärmeverlust ) über die Bauteile auszugleichen. Außerdem muss dem Raum Wärme zugeführt werden, um den Lüftungswärmeverlust auszugleichen. T. und Lüftungswärmebedarf bilden die Heizlast.

Transmissionswärmeverlust

Der T. entsteht infolge der Wärmeableitung über die Umschließungsflächen beheizter Räume, wie Wände, Fußböden, Decken, Fenster. Nach der Energieeinsparverordnung stellt der T. den Wärmestrom durch die Außenbauteile je Grad Kelvin Temperaturdifferenz dar. Es gilt: je kleiner der Wert, um so besser ist die Dämmwirkung der Gebäudehülle. Durch zusätzlichen Bezug auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche liefert der Wert einen wichtigen Hinweis auf die Qualität des Wärmeschutzes. Nach der EnergieEinsparVerordnung liegen die zulässigen Höchstwerte zwischen 1,55 (große Nichtwohngebäude mit Fensterflächenanteil über 30%) und 0,44 W/(m²× K) (für kleine Gebäude).

Trinkwasser-Energiebedarf

Der T.-E. ist jene Energiemenge, die dem Warmwassersystem zugeführt werden muss, um den Wärmebedarf für Warmwasserbereitung, Vorhaltung und Verteilung decken zu können.

Trinkwasser-Wärmebedarf

Der T.-W. ist jene Nutzwärmemenge (Netto), die zur Erwärmung des Trinkwassers dem Warmwassersystem (Speicher, Rohre) zugeführt werden muss.

Turbotherme

Die T. ist eine Heiztherme mit Gebläsebrenner (im Gegensatz zu den Thermen mit Brenner für atmosphärische Verbrennung ). Das Gebläse dient der Regulierung des Gas-Luftgemisches für eine optimale Verbrennung. Es sorgt weiterhin für eine Ableitung der Abgase mit Überdruck, so dass statt eines Schornsteines auch ein Abgasrohr ohne Zugbedingung angeschlossen werden kann. Eine T. kann raumluftunabhängig angeschlossen werden.

thermische Ablaufsicherung

Die t. A. ist eine Sicherheitseinrichtung in Heizkesseln, die der Verfeuerung von festen Brennstoffen dienen. Bei Überschreiten einer oberen Temperaturgrenze (110°C) öffnet ein Thermostatventil den Zulauf von kaltem Leitungswasser. Das kalte Wasser strömt durch einen im Heizkessel angebrachten Wärmetauscher, um so überschüssige Kesselwärme abzuführen.

thermische Abrechnung

Die t. A. wird bei der Abrechnung von geliefertem Erdgas heute überwiegend angwendet. Dazu wird der Preis pro kWh Wärmeinhalt angegeben, und nicht der Preis pro m³ Erdgas. Bei der Gasabrechnung wird dann der mittlere Wärmeinhalt (Umrechnungsfaktor) pro m³ mit der Anzahl der verbrauchten m³ multipliziert.

thermische Leistung

Die t. L. ist die nutzbare Wärmeleistung eines Gerätes(BHKW, Kraft-Wärme-Kopplung), das neben Wärme auch Strom bereitstellt (elektrische Leistung) .

thermische Solaranlage

Die thermische Solaranlage, oder auch Solarwärmeanlage, ist eine Anlage zur Erwärmung von Wasser für Brauchwasser oder Heizzwecke durch die Sonne. Die Solarwärme wird mittels Solarkollektoren geerntet.

thermischer Stellantrieb

Der t. S. ist ein Antrieb für Ventile in einem Heizungskreislauf. Ein Dehnstoffelement wird durch eine elektrische Widerstandsheizung aufgeheizt, wodurch es sich ausdehnt und einen Stößel bewegt. Der Stößel wirkt auf das Ventil, schließt oder öffnet es, und regelt so den Durchfluß. T. S. werden häufig in Fußbodenheizkreisen eingesetzt, aber auch zunehmend in Heizungsanlagen mit zentral überwachter Einzelraumtemperaturregelung.

transparente Wärmedämmung

Die t. W. (Abk.: TWD) ist eine lichtdurchlässige Konstruktion an der Fassade eines Gebäudes, die Energiegewinne durch Eintritt von Sonnenlicht (direkte Strahlung, diffuse Strahlung) zulässt, Wärmeverluste jedoch einschränkt.