Das Ausdehnungsgefäß dient zur Aufnahme von Heizungswasser bei der Volumenänderung durch Aufheizen bzw. der Abgabe von Heizungswasser beim Abkühlen der Anlage. Es gibt offene und geschlossene Ausdehnungsgefäße.
Offene Ausdehnungsgefäße sind vorwiegend bei alten Kohlekesselanlagen vorhanden. Anstelle eines offenen Ausdehnungsgefäßes ist grundsätzlich ein geschlossenes Membran-Ausdehnungsgefäß einzubauen.
Ein Membran-Ausdehnungsgefäß ist ein geschlossenes Ausdehnungsgefäß, dessen Gasraum vom Flüssigkeitsraum durch eine Membran getrennt ist und dessen Vordruck von der Anlagenhöhe abhängig ist.
Das Gaspolster nimmt dabei die Ausdehnung des Wasser durch Erwärmung auf. Wasser hat unter Normaldruck, das sind 1013 mbar bei einer Temperatur von 4°C, seine größte Dichte, nämlich 1 kg/dm³ und dehnt sich bei der Erwärmung aus, z.B. von 10°C auf 100°C um genau 4.31 % Das Gaspolster ist notwendig, da Wasser bekanntlich nicht komprimierbar ist. In dem Maße, wie das Gaspolster im Ausdehnungsgefäß zusammengedrückt wird, steigt der Druck in der Anlage an.
Die Größe des Membran-Ausdehnungsgefäßes richtet sich:
* nach dem Wasserinhalt der Heizungsanlage,
* nach der Höhe der Wassersäule über dem Gefäß.
